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Tommy Finke - Poet der Affen / Poet Of The Apes

TOMMY FINKE

Poet der Affen / Poet Of The Apes
VÖ: 29. Januar 2010
Label:
Roof Music
Autor: Katja Embacher

Darf's auch ein bisschen mehr sein? Bei Tommy Finke ist "ein bisschen mehr" nicht weniger, als das Zweifache. Sein neues Album "Poet der Affen / Poet Of The Apes" erscheint als musikalisch doppeltes Lottchen in einer deutschen und einer englischen Ausgabe.

Die Grundidee, als deutschsprachiger Künstler einen Longplayer in einer englischen Version zu veröffentlichen, ist gewiss spannend - wenn auch nicht unbedingt neu. Tommy Finke hat den Versuch gewagt und einen Schritt weiter geführt. Novum ist die zeitgleiche Veröffentlichung beider Platten in Form eines Doppelalbums. Von der Idee an sich mag man halten, was man will. Was für die meisten eine Form der Vermarktung darstellt, hat für den Bochumer schlichtweg den praktikablen Hintergrund, nichtdeutschsprachigen Fans eine verständliche Alternative seiner Texte anzubieten. Das Experiment ist geglückt. Die Songs von Tommy Finke finden auch in Englisch mühelos ihren Weg in den Gehörgang. Keine brüchigen oder gar peinlichen Formulierungen, keine hackeligen Übersetzungen. Vielmehr entwickeln die Tracks trotz kongruenter Instrumentalspuren ihren eigenen Charme und ihre eigene Identität.

Textlich zeigt sich Tommy Finke nach wie vor als reflektierter Jungerwachsener, der seine Welt mal nachdenklich melancholisch, mal ironisch augenzwinkernd beobachtet. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse teilt er mit seinen Hörern. Im kleinen gemütlichen Rahmen eines liebevoll aufbereiteten Digipaks. Besonders gelungen sind dabei Songs wie "Die Tiere suchen", "Es kommt kein Schiff" oder "Die Arroganz der Gosse". Der Sound ist reduzierter, vieles dreht sich um das simple wie schöne Zusammenspiel aus Gitarre und Gesang. Unüberhörbar sind dabei die Einflüsse von Oasis, derer sich Tommy Finke bedient. Warum auch nicht? Das Talent borgt, das Genie stiehlt und sowieso und überhaupt hat der Bochumer nie einen Hehl aus seiner Vorliebe für die Parade-Mancunians gemacht.

Laut Finke selbst sollte "die Platte den Charme des Unperfekten haben". Oasis zogen vor einiger Zeit den Umkehrschluss: "True perfection has to be imperfect." Alles richtig gemacht, Herr Finke!


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