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The Bishops - For Now

THE BISHOPS

For Now
VÖ: 27. Februar 2009
Label:
Weekender Records
Autor: Andreas Kussinger

Zu viel Tourstress macht melancholisch. Zu diesem Schluss muss man bei der Lektüre der mitgelieferten Waschanleitung kommen, während man das neue The Bishops-Album hört. 157 Konzerte in eineinhalb Jahren, das macht etwa einen Gig alle drei Tage. Vielleicht klingt "For Now" deshalb so ernst im Vergleich zum Vorgänger.

Angesichts des außergewöhnlichen Tourpensums, das sie nicht zuletzt mehrmals auch nach Deutschland führte, muss man sich ohnehin fragen, wann die drei Briten Zeit gefunden haben, ein neues Album einzuspielen, auf dem sich obendrein 14 Songs befinden. Immerhin, und das ist die erste, äußerst erfreuliche Feststellung, an dem unvergleichlichen 60s-Retro-Sound, mit dem sich The Bishops bereits bei ihrem Debütalbum von der Masse der Indie-Bands abheben konnten, hat sich nichts geändert. Die meisten Songs sind wieder auf alt getrimmt und scheppern dahin, als wären sie vor 40 Jahren in den Abbey Road Studios aufgenommen worden. Das zweite charakteristische Merkmal des Vorgängeralbums war die Unbekümmertheit, mit der die Gebrüder Bishop und Drummer Chris McConville zu Werke gingen. Die schnellen, dreckigen Gitarren und das stampfende Schlagzeug sucht man in den neuen Songs aber meist vergebens. Alles klingt etwas schwermütiger und schläfriger. Eigentlich sticht nur die Single "City Lights" heraus, die auch problemlos auf dem Debütalbum Platz gefunden hätte. Die übrigen Songs plätschern ein wenig orientierungslos dahin, auch die Experimente mit Mundharmonika und Orgel ändern daran nicht viel. In guten Momenten fühlt man sich aber durchaus an The Coral erinnert. Um den Hinweis darauf, dass The Bishops vor einiger Zeit im Vorprogramm von James Blunt zu sehen waren, kommt man wohl nicht herum. Das soll ihnen aber nicht negativ angelastet werden, jede Band der Welt hätte diese Chance auf ein großes Publikum genutzt. Den schmalen Grad zwischen belanglosen Schmusesongs und gutem Rock'n'Roll sollten sie aber dennoch wieder verlassen und sich auf die Stärken des ersten Albums besinnen.

Zuviel Kritik ist aber dennoch nicht angebracht. Ein sehr gutes Album, das nur leider noch viel besser hätte sein können!


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