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Razorlight - Slipway Fires

RAZORLIGHT

Slipway Fires
VÖ: 20. Februar 2009
Label:
Mercury (Universal)
Autor: Axel Schinkel

"Wenn du Songs hast, die so gut sind, dann brauchst du gar kein großes Ego." Dass Johnny Borrell, Frontman von Razorlight, sich gerne weit aus dem Fenster lehnt und sich selbst für den Größten hält, ist allseits bekannt. Doch solch großen Worten sollten dann auch große Songs folgen, um im Nachhinein nicht nur abwertend belächelt zu werden. Bei den ersten beiden Razorlight-Alben ist ihm das eindrucksvoll gelungen, so dass viele über seine Attitüde hinweggesehen und sich stattdessen an der Musik erfreut haben. Die Frage ist nun, ob Johnny diesen Standard auch beim dritten Werk "Slipway Fires" aufrechterhalten kann. Er selbst sagt: "Wir wissen, was wir können; und das hier ist genau das, was wir momentan zu bieten haben." Von sich selbst ist er jedenfalls überzeugt. Aber überzeugt er damit auch weiterhin seine Hörer?

Die ersten zwei Songs "Wire To Wire" und "Hostage Of Love" sind durchaus gute bis sehr gute Songs die ohne weiteres auch auf dem letzen Album hätten dabei sein können. Zum Glück waren sie es aber nicht, so dass zumindest zwei gute Songs auf diesem Album sind. Alle anderen Songs des Album sind eher mittelmäßig und wenn das wirklich das ist, was Razorlight derzeit zu bieten haben, dann ist es wenig. Die Songs bauen sich nahezu alle sehr zögerlich auf, um dann ohne ersichtlichen Höhepunkt wieder unterzugehen. Da hilft es auch nicht, wenn der Promozettel verrät, dass Johnny der Ansicht ist, dass das letzte Album "wahnsinnig große Melodien hatte", aber inhaltlich nicht gerade die beste Platte war. Bei diesem Album sollte der Fokus also vorrangig auf die Texte gerichtet werden.

Leider sind die Texte zugegebenermaßen aber auch eher schwächer als auf den beiden ersten Platten. Wenn Johnny "I am a sinner / I am a saint / I am a devil / I am the ghost" singt, dann fühlt man sich eher an Meredith Brooks erinnert als an jemanden, der es mit seinen Texten wirklich ernst meint. Insgesamt singt er doch überwiegend von Belanglosigkeiten, was vielleicht gar nicht aufgefallen wäre, wenn man nicht ausdrücklich erwähnt hätte, dass dieses Mal so sehr auf gute Inhalte geachtet wurde. Gemessen an den Ankündigungen Johnny Borrells wirkt das Album in seiner Gänze enttäuschend und versinkt schließlich im Mittelmaß des Indiepops. Und wenn der Johnny nur mittelmäßige Songs hat, dann braucht er eben doch ein großes Ego.


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