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The Posies - Blood/Candy

THE POSIES

Blood/Candy
VÖ: 01. Oktober 2010
Label: Ryko/Ada
Autor: Katja Embacher

Wohl nur wenige Eingeweihte wissen, dass sich hinter dem Namen The Posies nicht der neueste heiße Scheiß aus Amerika verbirgt, sondern ein Kollektiv, das bereits 23 Jahre Bandgeschichte auf dem Buckel hat. Eine Historie, mit allem, was im großen Musikzirkus dazugehört: Major- und Indielabel, Chartsplatzierungen, Solo- und Nebenprojekten, dem großen Zerwürfnis und der glücklichen Reunion. Unter derartigen Prämissen ist es schon verwunderlich, dass The Posies aus Seattle jenseits des großen Teichs nie der große Wurf geglückt ist. Mit ihrem aktuellen Longplayer "Blood/Candy" wagen sie nun zumindest einen Schritt in diese Richtung.

Mag "Blood/Candy" mit "Plastic Paperbacks" noch ein wenig holperig beginnen, so überwiegt ab dem Nachfolger "The Glitter Prize" doch das Gespür für weiche Arrangements, die Erinnerungen an den Inbegriff des 90er-Jahre-Independent wach rufen. Neben Anleihen der Lemonheads oder Teenage Fanclub sind The Posies allerdings auch ihrem Faible für Referenz-Bands treu geblieben, die mit dem Buchstaben B beginnen: Unüberhörbar sind die Einflüsse der Beatles, der Beach Boys und von Big Star. Das Ergebnis ist ein Sammelsurium alternativen Pops, das mindestens so bunt ist, wie die beiden posterisierten Melonenhälften auf dem Cover des Albums. Tracks wie "So Caroline", "Cleopatra Street" oder "Notion 99" schmeicheln sich mit catchigen Hooklines in den Gehörgang und sorgen für ein sonniges Lächeln im Gesicht, das auch das leicht melancholisch anmutende "For The Ashes" nicht fort zu wischen vermag. Dabei gelingt The Posies ohne Abstürze jener Seiltanz, an dem andere Bands häufig scheitern: Trotz Eingängigkeit nicht gefallsüchtig, überzuckert oder verniedlicht zu klingen.

Ob The Posies mit "Blood/Candy" endlich auch hierzulande jene Annerkennung erfahren, die ihnen gebührt, bleibt abzuwarten. In einer musikalischen Periode, in der Retro die neue Form der Progressivität darstellt, dürften die Chancen jedenfalls nicht schlecht stehen. Wünschen würde man es den Jungs in jedem Fall!



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