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Port O'Brien - Threadbare

PORT O'BRIEN

Threadbare
VÖ: 02. Oktober 2009
Label:
Cooperative Music
Autor: Michael Döringer

Ganz ehrlich: Da ich diese Platte nun schon geschätzte 500 Mal gehört habe, kann diese Rezension nicht mehr kritisch und mit dem nötigen Abstand beurteilt ausfallen. Ich liebe sie, mindestens so sehr wie "All We Could Do Was Sing", das erste Album von Port O'Brien. Wie soll man nun dieses wundervolle Stück Musik, das einem so nahe geht, jedoch eigentlich so klein und unbeachtet ist und im weiten Ozean der schnelllebigen Popwelt wohl ganz schnell wieder untergehen wird, entsprechend hochjubeln? Es grenzt an Fetisch.

Wieder mal: Musikalische Beschreibungen bringen das, was auf dieser Platte passiert, so was von nicht auf den Punkt. Melancholischer Folkpop, hmm, da gibt's vieles. Aber für "Threadbare" reicht eine so abgewichste Beschreibung einfach nicht, weil es in diesem Bereich schlichtweg das Intensivste und Rührendste ist, was es in jüngster Zeit gegeben hat. Das Cover des Albums suggeriert genau richtig: Man fühlt sich auf dieser weiten Wiese am Meer sitzen, umringt von Port O'Brien, die für einen singen. Man liegt da und weint, und fühlt sich todtraurig. Und gleichzeitig von allem Elend der Welt geheilt. Was Van Pierszalowski, Cambria Goodwin und ihre Begleiter hier liefern, ist magisch.

So "lighthearted", wie oft geschrieben wird, war ihr Debütalbum schon nicht, "Threadbare" klingt bis auf wenige Ausnahmen nach dem genauen Gegenteil: "Tragedy, remorse, and bitterness". Als die Band begann, an der neuen Platte zu arbeiten, kam Cambrias Bruder bei einem Unfall ums Leben. Zur wehmütigen Stimmung der Platte hat dieser Umstand sicher viel beigetragen, da sich in jedem Song Themen wie Verarbeitung, Trauer und Einsamkeit ausmachen lassen; Van Pierszalowskis und Cambrias tränengeschwängerter, träumerischer Gesang trägt einen großen Teil dazu bei. Große Schwachpunkte unter den Tracks kann man so nicht nennen, höchstens die wenigen, die etwas fröhlichere Töne anschlagen. Weniger gute Songs sind sie deshalb keinstenfalls (wie z. B. "Sour Milk / Salt Water" oder "Leap Year"), lockern die allgemeine Klagestimmung aber unnötig auf. Diese hat ihre überirdischen Sternstunden unter anderem in "Calm Me Down", dem Titeltrack und dem meisterhaften "Treebones". Unterm Strich heißt das: Die schönste "Folk"-Platte seit Fleet Foxes!


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