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Phoenix - Bankrupt!

PHOENIX

Bankrupt!
VÖ: 19. April 2013
Label:
Warner Music
Autor: Andreas Kussinger

Ganze vier Jahre sind vergangen, seit Phoenix das großartige "Wolfgang Amadeus Phoenix" veröffentlicht haben und damit sowohl Kritiker als auch Publikum überzeugen konnten. Eine lange Zeit angesichts der Tatsache, dass die meisten Bands aus der Indie-Gitarren Ecke diese Zeit gar nicht überleben. Die Franzosen gehen den Weg, der sie vom Indiedisko-Geheimtipp zu gefeierten Grammy-Gewinnern gemacht hat, konsequent weiter und können auch mit dem nun erschienenen "Bankrupt!" überzeugen - auch wenn die ganz großen Hits dieses Mal fehlen.

Weniger konsequent als der Werdegang des Quartetts ist dieses Mal das Zusammenspiel von Artwork, Albumtitel und der darauf befindlichen Musik. Ein Pfirsich-Stillleben passt nicht wirklich zum zeitgemäßen Titel des Albums, der aber keine Ideen zur Lösung der wirtschaftlichen und politischen Probleme versprechen soll, wie die Band gleich wieder relativiert. Und musikalisch, tja, da heißt es wieder einmal Zurück in die Zukunft, zurück in das noch immer angesagteste Retro-Jahrzehnt - mehr 80er Jahre geht nicht. Großflächiger Synthesizer-Einsatz löst die Gitarre als richtungsgebendes Instrument ab. Das Ganze ist effektgeladen produziert und erinnert mit seinen asiatischen Jingles mal an Bowies "China Girl", manchmal eher auch an Retro-Videospiele. Das einzige, was wirklich unverkennbar Phoenix ist, ist Thomas Mars Stimme. Fans werden sich also vielleicht zunächst schwer tun mit dem neuen Album, können aber sicher nach mehrmaligem Hören akzeptieren, dass das kein Indie-Gitarrenalbum mehr ist, sondern ein stimmiges 80er Jahre Popalbum, das als Gesamtwerk wirklich großartig funktioniert.

Schade ist dabei nur, dass die Songs für sich genommen eher guter Durchschnitt sind. Ein richtiger Hit, den Phoenix eigentlich immer abgeliefert haben, ist auf "Bankrupt!" nicht zu finden. Oft klingen die Songs wie Remixe eines nicht existierenden Originals, zum Beispiel das gute "Chloroform" oder das mit Effekten überladene "Don't", die sicher auch sehr guterGitarrensongs geworden wären. Dafür sind durchaus auch interessante Experimente auf dem vierten Album der Franzosen zu finden, zum Beispiel der Titelsong "Bankrupt", das als House-Experiment beginnt und mit einem herrlichen, hymnischen Volcals-Part endet und mit dem zweiteiligen Aufbau tatsächlich ein bisschen an Beatles-Geniestreiche erinnert.

Ein Album, das - abgesehen vielleicht von "Trying To Be Cool" - ohne großen Hit auskommt und deshalb Fans der Franzosen nicht beim ersten Durchhören überzeugen wird, aber eine runde und sehr hörenswerte Geschichte ist.


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