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REVIEWS
Pete Yorn & Scarlett Johansson - Break Up

PETE YORN & SCARLETT JOHANSSON

Break Up
VÖ: 04. September 2009
Label:
Warner
Autor: Katja Embacher

Scarlett Johansson ist spätestens seit "Lost In Translation" jedem Cineasten ein Begriff. Im letzen Jahr wagte die New Yorkerin mit ihrem Tom Waits-Coveralbum "Anywhere I Lay My Head" den Schritt von der Schauspielkunst ins Musikbusiness. Auf "Break Up" übernimmt sie nun neben Singer/Songwriter Pete Yorn den Part der weiblichen Hauptrolle.

Die Idee zu "Break Up" kam Yorn 2006, als er nach dem Ende einer Beziehung unter Schlafproblemen litt. Nach einer schlaflosen Woche wachte er aus einem Nickerchen mit dem Gedanken auf, ein Duett-Album aufzunehmen wie seinerzeit Serge Gainsbourg und Brigitte Bardot. Was für andere eine fixe Eingebung Frau Mabs ist, war für Pete Yorn eine Mission. Nach kurzer Überlegung stand für ihn fest, dass seine Brigitte niemand anders als Scarlett Johansson sein sollte. Eine mehr als glückliche Entscheidung, wie "Break Up" zeigt.

Man mag sich darüber streiten, ob Scarlett Johansson das Zeug zur Sängerin hat oder nicht. Letztendlich kommt es nicht darauf an, über eine 10 Oktaven-Stimme zu verfügen, sondern mit Hilfe von Arrangements seine Skills so einzusetzen, dass dabei Schönheit entsteht. Für eben diese Arrangements hat Pete Yorn auf "Break Up" gesorgt. Die Stimme der Johansson fügt sich perfekt in das Gesamtkonstrukt ein. Dezent, unaufdringlich und trotzdem omnipräsent. Wie ein Windhauch oder ein Geist aus der Vergangenheit, der Hauptakteur Yorn nicht loslässt. Nicht ganz unpassend, wenn man bedenkt, dass "Break Up" den Beginn einer leidenschaftlichen Beziehung und ihr Scheitern beschreibt.

An dieser Stelle wird klar, warum Scarlett Johansson die perfekte Wahl für "Break Up" gewesen ist: Es ist die Fragilität ihrer Stimme, der Mangel an Kraft, der Yorn genug Raum lässt, seine Erfahrungen und emotionalen Zerwürfnisse musikalisch aufzuarbeiten. Was viele als Schwäche bekritteln, erweist sich hier als ideale Ergänzung und Komplettierung.

Das Ergebnis dieser Kooperation ist ein wunderbares Folk-Album, das zeigt, was für ein Potential in einem Pete Yorn schlummert – auch, wenn er dieses in seinen letzten Alben anscheinend gut versteckt hielt. Vielleicht bedarf es manchmal eben einer vermeintlich schwachen Frau, ein solches zu wecken und ans Licht zu bringen. Eine unterkühlte Schönheit wie Scarlett Johansson ist wohl prädestiniert dazu.


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