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Peter Doherty - Grace/Wastelands

PETER DOHERTY

Grace/Wastelands
VÖ: 13. März 2009
Label:
Parlophone (EMI)
Autor: Jenny Schnabel

Was hat die Presse nicht alles über ihn geschrieben: Mit seinen Drogen-Exzessen und der Beziehung zu Top-Model Kate Moss landete Peter Doherty immer wieder im Zentrum der Boulevard-Blätter, die ihn abgeschrieben und verschmäht haben und lieferte den Gazetten Futter für ihre Klatschspalten. Nun veröffentlicht der Ex-Libertines und Babyshambles-Sänger mit "Grace/Wastelands" ein überaus beeindruckendes Solo-Debüt, das er in den Londoner Olympic Studios unter der Regie des Produzenten Stephen Street (The Smiths, Blur) aufgenommen hat.

"Grace/Wastelands" ist ein sehr persönliches und intimes Album, das Peter Doherty von einer ungewohnt ruhigen und empfindsamen Seite zeigt. Hier präsentiert sich das Enfant Terrible als sensibler Songwriter und Geschichtenerzähler, der sehr viel von sich preisgibt. Das Album beginnt mit einer Ode an Dohertys imaginäres Paradies, das rein und unverfälscht ist. "In Arcady your life trips along / It's pure and simple as the shepherd's song", singt er in dem Opener "Arcady", der lediglich auf Akustikgitarrenklängen basiert und von einem mit Besen geschlagenen Drumset begleitet wird. Es folgt die erste Singleauskopplung "Last Of The English Roses". Hier schwelgt Doherty in Erinnerungen und zollt Tribut an ein Mädchen, das bereits seit den Kindertagen mit ihm auf derselben Wellenlänge liegt. Bei dem tragischen Liebeslied "Sheepskin Tearaway", das voller transparenter Details und aufrichtiger Empfindungen steckt, muss man unweigerlich an seine Beziehung mit Kate Moss denken, wenn er singt: "She just opened her heart to a tearaway / He was covered in scars and full of heroin". Gesanglich wird Doherty hier von der schottischen Singer/Songwriterin Dot Allison unterstützt. Den Abschluss des Albums bildet "Lady, Don't Fall Backwards", eine idealistische Vision von Leidenschaft und Vertrauen. Hier beschwört er seine Freundin darin, lieber in seine Arme zu fallen.

Mit "Grace/Wastelands" gibt Peter Doherty intime Einblicke in seine Seele und liefert eine aufrichtige Seelenschau, die sein wahres "Ich" nach außen kehrt. Vielleicht ist das Album auch eine Art Selbst-Therapie, um die Vergangenheit aufzuarbeiten.

Man mag über Peter Doherty schreiben was man will, aber sein Solo-Debüt zeigt, dass hinter diesem Mann mehr steckt als nur das Drogen-Wrack aus den Schlagzeilen. Nämlich ein äußerst talentierter Songwriter mit einer sensiblen Seele.


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