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Paul Smith - Margins

PAUL SMITH

Margins
VÖ: 15. Oktober 2010
Label:
Cooperative Music
Autor: Andreas Kussinger

Paul Smith, ein echter Allerweltsname. Deswegen muss sich der Paul Smith, um den es hier geht, den Namen auch mit ein paar anderen Berühmtheiten teilen, die es als Designer, Pianist, Komponist oder Fußballer zu mehr oder weniger Ruhm gebracht haben. Hier geht es um einen Sänger und hervorragenden Songwriter, der beide Talente bisher als Frontmann seiner Band Maximo Park unter Beweis stellte. Mit "Margins" legt er nun sein erstes Soloalbum vor.

Mit diesem Vorhaben befindet sich der Brite ja in guter Gesellschaft. Wie viele andere veröffentlichte auch Brandon Flowers, der bisher seine Brötchen mit den Bandkollegen von The Killers verdiente, erst kürzlich ein Soloalbum. Wie schon angedeutet kein außergewöhnlicher Vorgang, aber gerade die Alben der Herren Flowers und Smith bieten sich für einen Vergleich an. Paul Smith zeigt, wie es geht. Brandon Flowers führt vor, wie man es besser nicht machen sollte. Was hat Flowers also falsch gemacht? Nun, im Grunde gar nichts, er hat einfach so weiter gemacht wie all die Jahre zuvor mit den Killers. Nachdem die Herren mit ihrem Synthie-Pop Sound ja außerordentlich erfolgreich waren in den vergangenen Jahren, wird das alles wohl ja nicht so schlecht gewesen sein. Nur welche Relevanz hat ein Album, das einfach genau wie eines von den Killers klingt und auf dem offensichtlich einfach ein paar Songs verwurstet wurden, die bei den Band-Alben unter den Tisch gefallen sind? Keine, und so findet das Album auch nur bei den eingefleischtesten Killers-Anhängern anklang. Ein Soloalbum ist eben dann interessant, wenn der Künstler darauf ungewohnte Töne anschlägt und Ideen, die sich im Band-Kontext nicht verwirklichen lassen, aufgreift und weiterentwickelt. Womit wir beim Album angekommen wären, das hier besprochen werden soll.

Maximo Park haben mit dem ersten Album die Latte in Sachen Tanzbarkeit und Hitpotential selbst so hoch gelegt, dass sie diese bei den Folgealben zwangsläufig reißen mussten. "Apply Some Pressure" ist nicht nur der bekannteste Song der Band, sondern auch die treffende Beschreibung für die Erwartungshaltung der Fans an ein neues Album. Smith hat aber auch ein feines Händchen für das Schreiben von Balladen. Die ruhigeren Töne, die auch bei Maximo Park hier und da zu hören waren, kann Paul Smith als Solokünstler nun ohne Hemmungen ein ganzes Album lang anschlagen. Sparsame Instrumentierung und unaufgeregte Arrangements ziehen sich durch das Album, in den Vordergrund tritt lediglich die außergewöhnliche Stimme des Briten. Synthesizer hatten kein Hausverbot bei der Produktion, wurden aber nur mit Bedacht eingesetzt. Das außergewöhnliche Songwriting-Talent des Maximo Park Frontmannes kommt erst richtig zur Geltung, wenn er nicht gegen eine Wand treibender Synthesizer-Sounds ansingen muss.

Ein durch und durch stimmiges Album das vor allem dadurch glänzt, nicht glänzen zu müssen. "Apply Some Calmness", wenn man so will. Hoffentlich bleibt es nicht das einzige Soloalbum des Paul Smith, der seinen Allerweltsnamen dann einen weiteren Eintrag in die digitalen Enzyklopädien hinzufügen kann.



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