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Ocean Colour Scene - Painting

OCEAN COLOUR SCENE

Painting
VÖ: 08. Februar 2013
Label:
Cooking Vinyl
Autor: Jenny Schnabel

Wenn man Ocean Colour Scene eine Tugend zuschreiben kann, dann ist es wohl  Zuverlässigkeit. In zweierlei Hinsicht: Zum einen veröffentlichen die Britpop Veteranen aus Birmingham seit Mitte der 90er in konstanter Regelmäßigkeit Studioalben und sind eine der wenigen Bands, die die Britpop-Ära überlebt hat. Zum anderen weiß man, wo Ocean Colour Scene draufsteht, da ist auch Ocean Colour Scene drin. Denn seit jeher  fabrizieren Simon Fowler, Steve Cradock und Co. völlig unbeeindruckt von aktuellen Trends einen altbackenden 60s-Sound, für den sie von ihren treuen Fans geliebt und geschätzt werden. Auch mit ihrem zehnten Studioalbum "Painting" bleiben sich und uns die Brummies treu und bringen fast auf den Tag genau drei Jahre nach ihrer letzten Veröffentlichung "Saturday" wieder ein neues Album heraus, auf dem sie wie gewohnt vertraute Klänge anschlagen.

"Painting" ist ein klassisches Ocean Colour Scene-Album vom händeklatschenden Opener "We Don't Look In The Mirror" bis zum akustischen Closer "Here Comes The Dawning Day". Textlich setzen sie sich auf der neuen Platte u. a. mit dem norwegischen Massenmörder Anders Breivik ("If God Made Everyone"), Serienkillern ("Mistaken Identity") und Krieg ("The Winning Side") auseinander. Aber nicht alle Songs auf "Painting" beschäftigen sich mit derart düsteren Thematiken. So wird mit "The New Torch Song" zum Beispiel die Welle der Euphorie besungen, die die Olympischen Spiele in England im letzten Jahr ausgelöst haben ("All around the games/We could see the sun/All around the games/Holding so much love").

Auch wenn sich Ocean Colour Scene seit ihrem Masterpiece "Moseley Shoals" aus dem Jahr 1996 nicht neu definiert haben, schaffen sie es trotzdem immer wieder aufs Neue catchige Melodien aus dem Ärmel zu schütteln. "Professor Perplexity" klingt als würden The Cramps mit The Pretty Things jammen und beim Titeltrack "Painting" warten sie mit klassischem Modrock auf. Und auch wenn mir persönlich im Vergleich der Vorgänger  "Saturday" ein bisschen besser zu gefallen wusste, machen Ocean Colour Scene weiterhin das, was sie am besten Können und das mit jeder Menge Herzblut und Konsequenz.

Neue Fans werden sie mit ihrem zehnten Album allerdings wohl eher nicht mehr rekrutieren, dennoch werden die alten Fans ihnen weiterhin die Treue halten und Stolz sein, diese Platte ihr Eigen nennen zu dürfen. "Painting" ist keinesfalls ein innovatives Album, dafür aber ein zuverlässiges zeitloses Werk. Eben typisch Ocean Colour Scene. Auf diese Band kann man sich einfach verlassen.


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