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Oasis - Dig Out Your Soul

OASIS

Dig Out Your Soul
VÖ: 04. Oktober 2008
Label:
Big Brother Recordings
Autor: Jenny Schnabel

Nach dreijähriger Abwesenheit melden sich die Herren Gallagher und Co. endlich zurück und präsentieren uns mit "Dig Out Your Soul" elf neue Songs. Das mittlerweile siebte Studioalbum ist das erste Album von Oasis, das auf dem bandeigenen Label Big Brother Recordings erscheint. Auf dem Produzentenstuhl saß auch diesmal wieder Dave Sardy, der diese Position bereits beim Vorgänger "Don't Believe The Truth" (2005) bekleidete. Am Entstehungsprozess des Albums waren auch diesmal wieder alle vier Bandmitglieder beteiligt, aber dennoch markiert "Dig Out Your Soul" einen Wendepunkt für die Band.

Was den Hörer hier erwartet ist kein Oasis-Standard-Album mit den typischen Gassenhauern - mit Ausnahme der ersten Singleauskopplung "The Shock Of The Lightning". Dieser Song ist wohl der Oasis-typischste Track auf dem ganzen Album mit dem größten Wiedererkennungswert: Die Gitarren, das Songwriting, Liams nölige Stimme - da weiß man sofort: Das sind Oasis.

War Oasis bislang immer eine Band, die eine gewisse Traditionstreue im Sound verfolgte, so trauen sie sich bei ihrem neuesten Werk etwas mehr Experimentierfreude zu, ohne jedoch dabei den Gallagherschen Soundkosmos völlig aus den Augen zu verlieren. Was sich bereits beim Vorgänger "Don't Believe The Truth" andeutete, wird auf "Dig Out Your Soul" nur allzu deutlich - ein Sound der sich vom klassischen Brit-Rock 'n' Roll immer weiter emanzipiert hin zu einem Sound, der mehr und mehr Reminesenzen an die 60er in sich birgt. Exemplarisch hierfür ist die wunderschöne Ballade "I'm Outta Time", die aus Liams' Feder stammt und als eine Hommage an John Lennon daher kommt. Der Song enthält Sequenzen aus einem Interview von John Lennon, das er zwei Tage vor seinem Tod gegeben hat.

"Dig Out Your Soul" ist kein Hit-an-Hit-Album, sondern vielmehr ein Album, das als Ganzes funktioniert und eine Menge großartiger Songmomente in sich vereint. Stärkster Track des Albums ist zweifelsohne "Falling Down". Der Song fasziniert durch ein hervorragendes Zusammenspiel aus ausdrucksstarken Lyrics und einer eindrucksvollen Instrumentierung, die besonders durch Zak Starkey's Drumsound gepaart mit Andy Bell's Basslinien brilliert und dem Song eine unglaubliche Intensität verleiht.

Leider birgt "Dig Out Your Soul" aber in der zweiten Albumhälfte auch einige Schwachstellen: Das belanglose "Ain't Got Nothin'" und das überaus schlechte "The Nature Of Reality" hätten sich Oasis durchaus sparen können. Die beiden Songs schwächen leider die zweite Hälfte des Albums im Gegensatz zur wesentlich stärkeren ersten Hälfte ziemlich ab. Schade!


Sicherlich wird "Dig Out Your Soul" nicht als Meilenstein in die Musikgeschichte eingehen, dennoch ist es trotz einiger Schwachstellen ein überaus gutes Album, das man als Fan entweder liebt oder hasst. Ich glaube, dazwischen gibt es nichts.


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