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Moby - Last Night

MOBY

Last Night
VÖ: 28. März 2008
Label:
Mute (EMI)
Autor: Katja Embacher

Es gibt nicht viele Dinge, die bei Moby sicher sind, außer, dass er ein musikalisches Chamäleon ist. Dementsprechend gespannt war man, in welche Richtung wohl das aktuelle Album "Last Night" des New Yorkers gehen würde. Schlägt Moby ganz neue Töne an oder knüpft er an den Sound des Vorgängers "Hotel" an? Bereits mit der Auskopplung "Disco Lies" war klar, dass es "back to the roots" geht. Eine Reminiszenz an den Club-Sound der 90er - gewürzt mit einer Prise 70's Disco-Feeling.

Songs wie "Everyday It's 1989" oder "The Stars" erinnern an jene Tage, in denen man in den hiesigen Clubs erstmalig die Hüften zu House-Tracks schwang und zu" Feeling So Real" die Hände in die Höhe reckte, während "Live For Tomorrow" oder "Disco Lies" noch den Dancefloor des Studio 54 hätten füllen können. Eine Hommage an Zeiten, in denen man anstelle eines Cocktails noch eine Milchflasche in der Hand hielt und das Tanzen den Eltern überließ. Herrlich souliger Gesang, der über leichten bis mittelschweren Beats liegt. Dann wieder der Turning-Point back to the 80s, wenn Groove auf Hip Hop trifft wie bei "I Love To Move In Here". Ja, man wusste nie genau, wohin die Reise mit Moby geht. Sicher ist nur, dass getanzt werden darf! Und zwar kreuz und quer durch die Clublandschaft der letzten 30 Jahre.

"Last Night" ist der Versuch, zehn Stunden Nachtleben auf 60 Minuten zu komprimieren. Anfangs noch sehr chillig gehalten steigert sich das Album zu einer Zeitreise kreuz und quer durch die Tanztheater der fünften Dimension. Vom frenetischen Feiern in der aufgeheizten Stimmung einer überfüllten Großraumdiskothek ("257.zero") geht es weiter in die unterkühlte Atmosphäre eines Insider-Clubs ("Alice") versteckt in einem Hinterhof, aus dem man hinausstolpert in ein fast bedrohlich wirkendes Zwielicht ("Degenerates") bevor man die Nacht locker-lässig mit einem letzten Drink auf der heimischen Couch ausklingen lässt ("Last Night").

Eigentlich könnte alles so schön sein, wäre da nicht der Fakt, dass "Last Night" auf der Gesamtlänge nicht wirklich halten kann, was die Auskopplung "Disco Lies" verspricht. Immer, wenn man sich gerade eingegroovt hat, schwenkt der Sound um, wechselt der Beat, so dass man nach einer Stunde ein wenig verwirrt und ratlos vor dem Plattenteller sitzt. So wirklich sicher ist man sich nicht, wo man nach einer zehnstündigen Disconacht mit Moby angekommen ist. Aber irgendwie passt dieses große Fragezeichen über dem Kopf zu dem verkaterten Morgen nach einer durchfeierten Nacht.


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