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The Kills - Blood Pressures

THE KILLS

Blood Pressures
VÖ: 01. April 2011
Label: Domino Records
Autor: Simon Blümer

Endlich geben sich die einstigen Helden des Garagen-Rock wieder die Ehre, den Rock'n'Roll zu retten. Inmitten der modebewussten Indie-Moderne, in der Punkrock bestenfalls noch als Stilzitat frei nach Vivian Westwood anhand eines zerrissenen 200€ T-Shirts seine Daseinsberechtigung findet, bilden The Kills den Gegenpol zum Glanz und Glamour einer seit jeher zur bodenlosen Oberflächlichkeit tendierenden Clubszene.

Einmal mehr zeigen Alison Mosshart und Jamie Hince, dass ihre Musik eben mehr ist, als ein Soundtrack zum Klamotten-Shoppen. "Blood Pressures" sprüht nur so vor Ideen und Stilzitaten, vor Neuanfängen und alten Lastern. Nun gut, zwar ist mit Anfang Dreißig vom wilden, unbezähmten Low-Budget-Rock nicht mehr alles übrig geblieben, aber dafür zeigt sich das US-britische Duo kreativer denn je.

Dem Hang zum etwas rauheren Sound sind sich The Kills zwar auch auf ihrem vierten Studioalbum treu geblieben, dafür spielen sie jedoch mehr denn je auch mit der Idee des klassischen Songwritings. So zielt ein Großteil des Songs in Richtung einer Art modernem Bluesrock, der durch den Lärm übersteuerter Gitarren sehr gut an die ersten Alben erinnert. Wirklich herausragend klingen The Kills aber gerade dann, wenn sie nicht nach The Kills klingen. Abseits von der witzigen aber bereits gut bekannten Fucked-Up-Attitüde finden sich auf Blood Pressures, regelrechte Perlen der 50er Jahre, zitieren Edith Piaf ("The Last Goodbye") und machen wohl als erstes Duo nach den Blues-Brothers auf "Satellite" selbst den Bluegras wieder salonfähig.

Auch wenn das Image der Musikpioniere aufgrund des fast schon kautzig wirkenden Understatements immer etwas ungewollt wirkt, fällt es schwer, diesen beiden auch nur einen Fingerbreit weniger Künstlertum zu attestieren als es hier getan sein soll. Und auch wenn es etwas oberflächlich klingen mag: Dieses Understatement steht ihnen richtig gut.


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