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REVIEWS
James Morrison - Songs For You, Truths For Me

JAMES MORRISON

Songs For You, Truths For Me
VÖ: 31. Oktober 2008
Label:
Polydor (Universal)
Autor: Marc Philipp Meyer

Er ist jung, ein Frauenschwarm und erfolgreich. Letztes Jahr wurde James Morrison zum besten männlichen Künstler Großbritanniens gewählt. Sein Debüt verkaufte sich weltweit über zwei Millionen Mal und erreichte Platz eins der englischen Charts, sowie eine Platzierung in den Top 20 in Amerika. Sein Song "You Give Me Something" war, das muss man neidlos zugeben, ein echter Retro-Soul-Knaller eines Singer/Songwriters mit Format. Aber wie authentisch ist dieser Bursche mit dem musikgeschichtsträchtigen Nachnamen wirklich und ist seine neue Platte ein echter Soulklassiker oder einfach nur eine nette Geräuschtapete beim Bügeln? Die Antwort ist relativ und jetzt wird's spannend.

Denn eigentlich wollte James Morrison auf seinem neuen Werk mal so richtig losrocken. "Ich wollte etwas mit mehr E-Gitarre schreiben, aber unterm Strich klang es nur erzwungen", schildert der 21-jährige mit der rauen, bluesigen Stimme und wahrscheinlich hat er da Recht. Denn hätte diese Stimme überhaupt zu einem Rocksong gepasst? Richtig, das finde ich auch. Und was das Thema Authentizität angeht, so muss man sagen, dass Morrison diese zumindest auf der Gefühlsebene gepachtet hat. Denn in seinen Songs singt er so unverschämt offen über seine Beziehung zu seinen Freunden, seiner Familie und ganz besonders seiner Freundin Gill, dass man dieser Offenheit Mut und Respekt zollen muss. Auf "Songs For You, And Truths For Me" geht es genau darum, ehrlich zu sein und die eigenen Gefühle, sowie Wahrheiten zu offenbaren. Na klar ist das pathetisch, aber es ist ehrlich. Hört man diese Platte, dann spürt man diese Spiritualität und neben all dem Mainstream-Pop-Arrangements, bei denen man sich nie sicher sein kann, wie viel Song da nun von James persönlich drin steckt, hätte eine Nummer, wie "If You Don't Wanna Love Me" auch perfekt auf jeden Motown-Sampler passen können und das ist ein echtes Kompliment. Aber wie sieht es sonst so aus? ...durchwachsen! Denn die Nummer mit dem bekloppten Titel "Please Don't Stop The Rain" beweist genau das Gegenteil. So könnte sich der Song auch auf einem beschränkten Boyband-Album á la Boyzone wieder finden. Allerdings könnte die Nummer mit seinem kitschigen Chor noch schlimmer kommen, hätte sie Xavier Naidoo eingesungen. Naja, jetzt wird's unverschämt, aber hey, ist nur spaßig gemeint. Doch besser kommt es da schon, wenn Nelly Furtado zusammen mit James Morrison das Duett "Broken Strings" singt. Dies ist zwar kein Übersong, aber er hat zwei geniale Stimmen.

Summa Summarum ist "Songs For You, Truths For Me" eine Popplatte, die zwar nicht so richtig kickt, aber auch nicht aneckt. So plätschert auch die Single "You Make It Real" ganz nett dahin. Primär ist dies eine Platte zum Entspannen. Ob dies nun beim Bügeln ist, müsst ihr entscheiden.


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