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REVIEWS
The Indelicates - Songs For Swinging Lovers

THE INDELICATES

Songs For Swinging Lovers
VÖ: 10. Dezember 2010
Label:
Snowhite
Autor: Andreas Kussinger

The Indelicates sind zurück. Nach dem viel beachteten "American Demo" im Jahr 2008  legen sie nun ihr neues Album "Songs For Swinging Lovers" vor. Das heißt, eigentlich haben sie es schon im Frühjahr 2010 abgeliefert, aber Deutschland musste auf die Veröffentlichung der Platte bis kurz vor dem Jahreswechsel warten. Und diese ganz konventionell im Plattenladen erwerben, wohingegen der britische nach dem System "Radiohead" bedient wurde, also für den Download genau so viel bezahlen konnte, wie man mochte. Doch lohnt sich die Anschaffung? Auf jeden Fall.

Simon Clayton und Julia Clark Lowes haben nämlich nichts von ihrem bissigen Zynismus verloren, mit dem sie sich vor gut zwei Jahren vom grauen Rest der Indie-Bands absetzen konnten. Auch wenn sie dieses mal weder Peter Doherty noch irgendjemand anderem den Tod wünschen (wobei dieser im Refrain von "Waiting For Pete Doherty To Die" geäußerte "Wunsch" natürlich nicht dem Sänger selbst, sondern vielmehr der sensationsgierigen Presse galt), beschreiben sie die Welt immer noch mit schonungsloser Offenheit und Hoffnungslosigkeit für die Zukunft derselbigen.

"Sing poets and sing singers at the alter of the straight of better days, happy fields, other shit we hate" singen sie in "Sympathy For The Devil", einem der stärksten Stücke des neuen Albums. 'Alles wird Gut'-Romantik sucht man bei den Indelicates also vergeblich. Dafür findet man aber sehr schonungslos Beobachtungen einer kaputten Gesellschaft, oft verpackt in irreführend-fröhlichen Piano- und Bläser-Arrangements, die manchmal an Conor Oberst, dann wieder eher an konventionellen, schwedisch gefärbten Indie-Pop erinnern. Der Stilmix macht es schwierig, die Band in eine bestimmte Schublade zu stecken. Doch egal welches Genre die Indelicates auch streifen, sie beherrschen es scheinbar mühelos, egal ob sie ihre ansprechenden Texte in poppige Ohrwürmer wie "Your Money" und "Savages" oder stattdessen in Dylan-artigen Folk bei "We Love You, Tanja" oder in die Piano-Ballade "Roses" packen.

Ein Album, dass unbedingt den vollen Kaufpreis verdient hat. Wer braucht da schon eine "Pay as much as you want"-Veröffentlichung.



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