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I Am Kloot - I Am Kloot Play Moolah Rouge

I AM KLOOT

Play Moolah Rouge
VÖ: 27. Juni 2008
Label:
Pias
Autor: Marc Philipp Meyer

Das Gift ist wieder da und I Am Kloot präsentieren mit "Play Moolah Rouge" ihr wenn nicht sogar großartigtstes Album überhaupt. Warum? Einfach weil dieses Album Dich so fesselt. Weil es düster ist und nicht depressiv, weil es psychedelisch ist und nicht vertrackt und weil es eine Message hat, die vom ersten bis zum letzten Ton rüberkommt. So ist das Album dem 2006 verstorbenen Manchester-Kollegen und Singer/Songwriter Bryan Glancy gewidmet, dem die Band sehr nah stand. Die Texte auf "Play Moolah Rouge", dessen Name dem Stockporter Tonstudio in dem es aufgenommen wurde gewidmet ist, drehen sich um das Thema Verlust, Enge und Verzweiflung. Dieses Album ist ein düster-verführerischer Trip durch die Nacht. Es ist I Am Kloots "Dark Side Of The Moon"!

Und das nicht nur aufgrund der textlichen Parallelen, denn schon Pink Floyds "The Dark Side Of The Moon" war dem schmerzlichen Verlust eines Freundes (dem damaligen Bandmitglied Syd Barrett, der aufgrund seiner Psychose nicht mehr in der Band spielen konnte) gewidmet. Was die beiden Platten ebenfalls verbindet, ist dieser gewisse düster und verträumte Mythos. I Am Kloot gelingt es 2008 auf ihrer neuen Platte ebenso, wie Pink Floyd damals 1973, seinen Hörer von Anfang an zu fesseln und ihn auf eine musikalische Reise zu entführen. Was ebenso begeistert ist die Dynamik und die Nähe, welche auf der neuen vierten Langspielplatte der Mancunians herrschen. Und das nicht zu Unrecht! Sänger und Gitarrist Johnny Bramwell war überzeugt, dass das Feeling seiner Band live besser herüberkommt, als auf Platte. So beschloss das Trio "Play Moolah Rouge" in wenigen Tagen live im Studio in einem Rutsch einzuspielen. "Wir haben die Aufnahmen wie einen Gig betrachtet", erzählt Johnny. Die Namensgebung der Platte ist also Programm, denn der Titel klingt schon wie an angekündigter Gig. So kommt das Album als authentisches Konzept daher.

Genau diese Authentizität ist hier Trumpf. Diese Platte ist ehrlich und der ganz besonders eigene Stil der Band unüberhörbar. Verfeinert wird dies teilweise mit feinen Reminiszenzen, die stellenweise an Pink Floyd, die Beatles oder an die James-Bond-Filmmusik eines John Barry erinnern. Allein aufgrund der traumschönen Ballade "Only Role In Town" lohnt sich diese Platte. Bei diesem rührenden Schwermut durfte mancher Songschreiber erblassen und das zu recht. "Suddenly Strange" hätte sich nahezu auf einer alten Pink-Floyd-Scheibe wieder finden können und immer wieder kann man auch John Lennon im Songwriting heraushören. So hätte Lennon "Runaways" selbst schreiben können. Und dies behauptet ein großer Lennon-Fan, der ebenfalls auch Pink Floyds "Dark Side Of The Moon" liebt. Also ziehe ich meinen Hut vor diesem Album und lasse mich auf diesen Trip durch die Nacht entführen!


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