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REVIEWS
Grizzly Bear - Veckatimest

GRIZZLY BEAR

Veckatimest
VÖ: 22. Mai 2009
Label:
Warp Records
Autor: Michael Döringer

Die vierköpfige Band Grizzly Bear aus Brooklyn/NY veröffentlicht ihr neuestes Werk "Veckatimest" – und die eingeweihte Popgemeinde ist komplett aus dem Häuschen. Man hört von ihnen nur in den höchsten Tönen, unerhört positive Kritik soweit das Auge reicht, und dann küren auch noch die Fleet Foxes diese Platte zum Album des Jahrzehnts. Das riecht erst mal nach einem ausgewachsenen Hype, lässt einen sich allerdings auch alle zehn Finger nach diesem Meisterstück in spe lecken. Also ab damit in den CD-Spieler und jubeln – oder doch nicht.

Nach dem ersten Durchlauf macht sich verdutzte Ernüchterung breit. Musikhören kann (und muss ja) oft schwierig und anstrengend sein, das vergisst man bei dem ganzen Schrott, der einem tagtäglich um die Ohren fliegt schon mal. Und Grizzly Bear machen es einem wahrhaftig nicht leicht, in ihre Soundmalerei Einstieg zu finden. Man tut sich schwer, sich zu orientieren, Strukturen auszumachen. Nur andeutungsweise findet man einnehmende Melodien, potentielle Ohrwürmer oder Ähnliches. Unter symphonischen Psychedelic-Folk-Pop könnte man die Platte verorten, wird der Atmosphäre, die jene erzeugt, jedoch nicht wirklich gerecht. Tief einzutauchen in diesen Soundstrudel und diesem mal dissonanten, mal wundervoll harmonischem Klangwebe auf den Grund zu gehen, scheint die einzige Möglichkeit, "Veckatimest" begreifen zu können. Take your time!

Die kryptischen Texte geben dazu nicht wirklich Hilfestellung, dafür führen einen die herrlichen, sphärischen Chorgesänge der Band und Ed Drostes fern entrückt klingende Stimme an der Hand durch die vertrakten Arrangements. Stückk für Stück leuchten die kleinen Höhepunkte auf, die auf den ersten Blick verborgen blieben. Songs wie "Two Weeks", "Ready", "Able" und "While You Wait For The Others" werden zwar keine Charts stürmen, fügen sich trotzdem nach und nach in zauberhaft melodiöse Songstrukturen.

"Veckatimest" ist mit Sicherheit nichts für hitgeile Musikproleten, entwickelt sich aber für den geduldigen Hörer zu einem beglückenden Erlebnis. Musik, die sich entfaltet und seine überwältigende Wirkung im intensiven Hören entwickelt. Und die es in dieser Form leider immer seltener gibt.


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