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Eels - End Times

EELS

End Times
VÖ: 22. Januar 2010
Label:
Cooperative Music
Autor: Axel Schinkel

Gerade mal sechs Monate ist es her, dass die Eels "Hombre Lobo" veröffentlicht haben und nun blicken uns die traurigen Augen einer in dunklen Blau-, Schwarz- und Grautönen gezeichneten älteren männlichen Person vom Cover des neuen Eels-Albums entgegen. Diese ohnehin schon besonders kurz wirkenden sechs Monate zwischen den Alben werden noch kürzer, wenn man bedenkt, dass das Album vor "Hombre Lobo" auf das Jahr 2005 zurückgeht. – Von den Veröffentlichungen der beiden Live-Alben, der beiden B-Seiten- und Raritäten-Sammlungen und des Best-Of-Albums mal abgesehen. – Nun ein halbes Jahr später scheint Mark Oliver Everett aka E also wieder genug Output zu haben und macht – nachdem er zwischenzeitlich ein Buch geschrieben und einen Dokumentarfilm über seinen Vater gedreht hat – wieder mit vollem Tatendrang das, was er als seinen Job bezeichnet.

Sein neues Werk nennt sich schlicht und einfach "End Times". Und der Name ist Programm. Wo "Hombre Lobo" uns Geschichten aus der Sicht einer fiktiven Person erzählte, werden bei "End Times" Geschichten aus dem wahren Leben zum Ausdruck gebracht und dass Everett erst kürzlich eine Scheidung hinter sich hat, trägt unabwendbar einen großen Teil dazu bei. So handeln ausnahmslos alle Songs vom Ende einer Beziehung und/oder vom Alleinsein. Mal ist es eine simple Situationsbeschreibung wie in "The Beginning" oder "A Line In The Dirt", mal eine schlichte Hinwendung zur Trauer wie in "In My Younger Days", mal eine Expression purer Wut wie in "Unhinged" und mal fehlerlos vertonte Einsamkeit wie in "Little Bird". Abgerundet wird das Thema letztlich mit dem Song "On My Feet", in dem der Protagonist erkennt: "I just gotta get back on my feet".

Trotz dieses auf den ersten Blick relativ eng abgesteckten Themas gelingt es Everett wie beispielsweise in "Nowadays" dennoch das Ganze durch weitere Inhalte, wie dem Werteverfall der Gesellschaft, zu erweitern, indem er sein eigenes Scheitern und seine Situation in einer allumfassenden Weise zum Ausdruck bringt, der man sich nur schwer entziehen kann.

Aber nicht nur den Texten kann man sich schwer entziehen. So ist dieses Album, wie es passender nicht sein kann, recht spärlich instrumentiert und kommt über weite Strecken nur mit Gitarren- und Pianobegleitung aus, was kein Wunder ist, wenn man bedenkt, dass Everett einen großen Teil der Lieder zuhause mit einem Vierspurgerät selbst aufgenommen hat. Das Ergebnis kann sich auf jeden Fall mehr als nur hören lassen und ist aus meiner Sicht bereits jetzt definitiv eines der besten Alben des Jahres 2010!


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