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Charlotte Hatherley - The Deep Blue

CHARLOTTE HATHERLEY

The Deep Blue
VÖ: 18. Mai 2007
Label: Little Sister
Autor: Katja Embacher

Now and Then: Charlotte Hatherley veröffentlichte bereits im Jahr 2004 ihr erstes Soloalbum. Damals noch Gitarristin von Ash, entschied sie sich zwei Jahre später die Band zu verlassen, um sich gänzlich auf ihre Solokarriere konzentrieren zu können. "The Deep Blue" ist das Ergebnis dieser Arbeit.

Neun Jahre lang zupfte Charlotte Hatherley die Gitarrensaiten bei Ash. Länger, als so manche Beziehung dauert. Wie viel nimmt man mit, wenn man sich nach so langer Zeit von einer Band trennt, um alleine weiter zu machen? Wie stark prägt eine solche Zeitspanne den eigenen musikalischen Weg? Weniger, als man befürchtet, mehr als man hofft. So zumindest scheint es, wenn man sich "The Deep Blue" von Charlotte Hatherley anhört. Tracks wie "I Want You To Know" oder "Very Young" erinnern doch stark an den Sound von Tim Wheeler und Co. Beabsichtigte Retrospektive auf die Vergangenheit oder unbewusste Verarbeitung der guten alten Ash-Zeiten? Charlotte Hatherley würde wahrscheinlich zu letzterem tendieren. Ist eigentlich auch völlig egal. Fakt ist, dass diese beiden Tracks mit amtlichen Riffs nach vorne gehen. Das war's dann aber auch schon mit dem Brückenschlag zur Vergangenheit, denn alles in allem klingt hier wenig nach Ash. Dafür ist "The Deep Blue" in sich auch zu versponnen.

Einstieg mit einem ruhig verträumten Intro: "Costeau" klingt wunderschön fragil. Ein Aspekt, der sich durch das gesamte Album zieht wie ein roter Faden. Songs wie "Again" oder "Dawn Treader" klingen leicht zerbrechlich. Wer nun allerdings meint, hier sei sanfter Säuselpop angesagt, der irrt. Dafür ist die Stimme Charlotte Hatherleys einfach zu fordernd, die Kompositionen sind zu ausgefeilt und die Spannungsbögen innerhalb Songs wie "Roll Over (Let It Go)" zu groß. Ein Track, der unüberhörbar an den großen David Bowie erinnert.

So schön das Ganze auch klingt, "The Deep Blue" ist ein Album, das in der Beurteilung ein wenig ratlos stimmt. Musikalisch gibt es hier nichts zu kritteln. Charlotte Hatherley hat ihre Hausaufgaben bereits bei Ash gemacht. Schöne Popsongs, definitiv - leider aber auch nicht mehr. Trotz breit gefächerter Instrumentierung aus Streicherarrangements, Synthies und Effekten fehlt hier irgendetwas: Der ultimative Kick, das Klicken im Kopf, der Zwang, den Repeat-Schalter bedienen zu wollen. Nach dem dritten Durchlauf wirkt "The Deep Blue" leider ein wenig ermüdend.

Ein Album, das sicherlich nicht in die Analen des Musikjahres 2007 eingehen wird, nichtsdestotrotz: Charlotte Hatherley bleibt eine großartige Musikerin!


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