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Cat Power - Sun

CAT POWER

Sun
VÖ: 31. August 2012
Label:
Matador
Autor: Sascha Brozewski

Lange Zeit war es ruhig um Cat Power. 2006 veröffentlichte Chan Marshall ihr letztes Album. Diese längere Auszeit steht ihr gut zu Gesicht, wenn man das Werk "Sun" hört. Erfrischend anders klingt ihr Sound. Die Stimmung ist insgesamt wesentlich positiver als auf ihren bisherigen Alben, badete sie doch allzu häufig im Selbstmitleid. Gequält und schwermütig kamen ihre depressiven Verstimmungen musikalisch zum Ausdruck, handelte beispielsweise "Moon Pix" noch von extremer Isolation und dem Überleben in diesem irren Kampf, der sich Leben nennt.

Die charismatische Sängerin, die vor mittlerweile 17 Jahren ihr Debüt veröffentlichte, bezeichnet "Sun" selbst als Neuanfang oder Wiedergeburt. Das klingt pathetisch und prätentiös, doch trifft sie den Nagel damit auf den Kopf. Chan Marshall zeigt sich merklich experimentierfreudiger und das Resultat ist eine enorme stilistische Bandbreite. Sie versteht es, Alternative Rock mit Musikrichtungen wie Country, Folk oder Blues in perfekter, nahezu spielerischer Manier zu vereinen und darüber hinaus noch feinsinnige elektronische Arrangements einzuflechten. "Sun" hat eine Perspektive. Es ist ein zuversichtlicher Gang in die Zukunft, voller persönlicher Kraft und Erfüllung. Der bemerkenswert positive Titel des Albums strahlt dies im wahrsten Sinne des Wortes aus.

Gleich der Opener "Cherokee" wirkt mit tollem Klavier erstaunlich eingängig und leichtfüßig. Herrlich schräg und beinahe unpassend klingt es, wenn der Beat einsetzt. Ebenfalls verfügt "Ruin" über ein wundervolles Klavier. Mit "Sun" kommen zum ersten Mal verstärkt elektronische Elemente inklusive Drum Machine zum Ausdruck. "3,6,9" ist sogar ein geeigneter Radiosong, der ebenso wie "Real "Life" lebensbejahend und für ihre Verhältnisse fast beschwingt wirkt. "Always On My Own" und "Human Being" bilden die Ausnahme, wenn der Weltschmerz dann doch ein bisschen durchschimmert und einen die Tränen über das Gesicht kullern lässt. "Manhattan" klingt prachtvoll gelangweilt. Spätestens aber mit "Nothing But Time" zeigt Chan Marshall deutlich auf, dass sie kein Dauerleid klagen will, wenn sie singt: "I wanna live, my way of living." Im Zusammenspiel mit dem abschließenden "Peace And Love" klingt es beinahe sentimental. Cat Power ist längst nicht so zerbrechlich. Die neue Musik steht ihr auch ganz ohne Fragilität gut.



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