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REVIEWS
Carl Barat And The Jackals - Let It Reign

CARL BARÂT AND THE JACKALS

Let It Reign
VÖ: 13. Februar 2015
Label:
Cooking Vinyl
Autor: Katja Embacher

Carl Barât begegnet auf "Let It Reign" zweiten alten Lieben wieder: lauten Gitarren und kollektivem Musikmachen. Das Resultat dieses Rendevouzs ist ein Album, das vor Energie nur so strotzt und mit aller Macht nach vorne drängt.

Niemand ist eine Insel. Auch ein Carl Barât nicht. Sein 2010 erschienenes Soloalbum erwies sich aufgrund der introspektiven Grundhaltung zwar als interessante Neuerfahrung mit dem Sänger und Gitarristen, dennoch kommt man nicht umhin zuzugeben, dass Barât erst in einem Kollektiv so richtig aufblüht. Egal, ob als Pete Dohertys bessere Libertines-Hälfte oder als Frontman der Dirty Pretty Things: Die Rolle des antreibenden Machers steht dem Mittdreißiger am besten zu Gesicht. So auch bei seinem neuesten Streich "Let It Reign", für den er sich Unterstützung in Form seiner Begleitband The Jackals ins Boot geholt hat. Damit kommt auf "Let It Reign" zusammen, was zusammengehört und verbindet sich zu einem kraftstrotzenden Album.

"Let It Reign" trumpft mit der Stärke einer Libertines-Scheibe auf, mit raubeiniger Grundstimmung und bisweilen krächzigen Vocalparts. Das knüppelige "Summer In The Trenches", der an The Clash erinnernde Punk-Shanty "Glory Days" oder das von einem angriffslustigen Shout-Refrain geprägte "March Of The Idle" hätten sich durchaus auf "Up The Bracket" wiederfinden können. Verstecken mag sich Carl Barât nicht mehr. Die Zeiten, in denen der Blick nach innen gekehrt war, sind vorbei. Stattdessen gibt es Kampfansagen wie "We are not afraid of anyone/I defy anyone to tell me I am wrong", mit denen Barât in "Victory Gin" all jene herausfordert, die sich ihm in den Weg stellen. Zwischen all diesen verbiesterten Gitarrenbrettern wagt der Ex-Libertine mit "Beginning To See" dann plötzlich den Spagat zwischen Garage-Punk und Sixties-Pop. Eine gekonnte wie für das Album wichtige Gradwanderung, die Barât kontinuierlich innerhalb der Songs vollzieht. Mal mehr, mal weniger offensichtlich. Eben diese Affinität zum Tanzbaren, das sich jenseits des Mainstreams bewegt, sorgt dafür, dass "Let It Reign" bei allen libertine-eksen Anwandlungen nicht in einer selbstzerstörerischen "Fuck-it-all!"-Attitüde untergeht.

Trotz seiner Energetik und Dynamik gelingt es "Let It Reign", nicht von dem eigenen Ungestüm in die Tiefe gezogen zu werden. Stattdessen findet sich hier eine regelrechte Gier nach Bewegung, Vorankommen, Weitermachen, Leben. Das laute Bekenntnis eines Carl Barât, der hier mit Unterstützung seiner Begleitband The Jackals sein bestes Album seit dem Ende der Libertines abliefert.



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