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REVIEWS
Ben Howard - I Forget Where We Were

BEN HOWARD

I Forget Where We Were
VÖ: 17. Oktober 2014
Label:
Island (Universal Music)
Autor: Katja Embacher

Weg von der Oberfläche, hinunter in die Tiefe: Mit "I Forget Where We Were" lässt Ben Howard die seichten Gewässer des Gute-Laune-Pops hinter sich und wendet sich ernsthafteren Klängen zu. Damit schlägt der Londoner all jenen Skeptikern ein Schnippchen, die den Musiker mit seinem Debüt "Every Kingdom" schon in die Schublade des "new boredom" abgeschoben hatten.

Trotz Preisprämierungen erwies sich das Gros der Songs auf Ben Howards Debütalbum "Every Kingdom" als airplay-affiner Folk-Pop. Harmonisch wie harmlos. Mit "I Forget Where We Were" zeigt Ben Howard, dass er auch anders kann. Tauchte der Londoner auf dem Cover seines Debüts noch in sonnendurchfluteten Gewässern, so schaut der Hörer nun auf das verschwommene schwarz-weiße Konterfei eines jungen Mannes, dessen Blick nach unten gerichtet ist. Auch musikalisch hüllt sich Ben Howard in dunklere Töne. Ein Soundwandel, der dem 27-Jährigen äußerst gut zu Gesicht steht.

Anstelle massenkompatibler Singalongs, setzt Howard auf "I Forget Where We Were" auf ruhige Momente. Er nimmt sich Zeit, Spannungsbögen aufzubauen, überlässt Mollakkorden das Zepter und erzeugt damit in Songs wie "In Dreams" oder "Evergreen" eine intime Atmosphäre, die trotz aller Emotionalität nie in Peinlichkeit endet. Passagen fast geisterhafter Stille werden durch vitale Unruhe durchbrochen. Desolaten Akkorden folgen aufbrausende Schlagzeug-Parts und reißen Songs wie "Small Things" oder "End Of The Affair" aus ihrer passiven Duckhaltung in ein tosendes Aufbäumen. Folk trifft auf Post Rock und kreiert damit zwei der ganz großen Momente des Albums.

So mancher mag bei "I Forget Where We Were" etwas anderes erwartet haben. Anstelle heimeliger Folk-Pop-Unterhaltung für Spät-Teens und Früh-Twens, überrascht der Longplayer mit melancholisch-nachdenklichen Songs. Ein überzeugendes Album, das von Durchlauf zu Durchlauf wächst und mit dem sich Ben Howard als ernster wie ernstzunehmender Künstler präsentiert. Dafür möchte man ihm auf die Schulter klopfen und sagen: "Bleib so, Junge. Genau so! Damit machst du alles richtig."



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