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Beady Eye - BE

BEADY EYE

BE
VÖ: 07. Juni 2013
Label: Columbia (Sony Music)
Autor: Antonius Wollmann

Manchmal konnte man den Eindruck gewinnen, dass das Urteil über das neue Beady Eye-Album schon lange vor seinem Erscheinen gefällt war. Beady Eye, das war doch bloß der dreckige Rest von Oasis, ohne Talent, hilflos ohne Noel, eine sterbenslangweilige Band. Und das waren noch die nettesten Kommentare. Das Maß an Häme, das Liam Gallagher nach dem Ende von Oasis entgegenschlug, nahm schon erstaunliche Formen an. Offensichtlich waren bei einigen Fans die Maßstäbe verrutscht. Sicherlich war das Beady Eye-Debüt "Different Gear, Still Speeding" weit davon entfern, als ein Meilenstein in die Musikgeschichte einzugehen. Zu viele überflüssige Songs fanden sich auf der Platte, oft ideenlos war das Songwriting. Und doch fanden sich auf "Different Gear, Still Speeding" schon fünf, sechs gute Songs, die es ohne Probleme auf die späten Oasis-Alben geschafft hätten. Was fehlte war die Brillanz, der Funken Genialität. In dieser Hinsicht ist der Nachfolger "BE" ein großer Sprung nach vorne. Die harte Kritik hat wohl Spuren hinterlassen und den Ehrgeiz der Band geweckt.

Der Opener "Flick Of The Finger" gehört zweifellos zu den besten Songs, die Liam Gallagher in den letzten zehn Jahren aufgenommen hat. Angetrieben von majestätischen Bläsern, mächtigem Velvet Underground-Schlagzeug und genialem Liam-Gesang stellt der "Flick" sämtliche Songs von "Different Gear, Still Speeding" locker in den Schatten. Ebenso weiß "Soul Love" mit seinem dunkel-psychedelischen Sound zu überzeugen. Außerordentlich gelungen ist außerdem das nachdenklich-traurige "Soon Come Tomorrow". "Iz Rite" ist perfekter sonnendurchfluteter Pub-Rock, während es "I'm Just Saying" ohne Probleme als Fülltitel auf "(What's The Story) Morning Glory?" geschafft hätte, was ausdrücklich als Kompliment zu verstehen ist. Einen versöhnlichen Abschluss liefern die beiden Akustik-Nummern "Ballroom Figured" und "Start Anew".

Fairer Weise sollte nicht unerwähnt bleiben, dass auf "BE" nicht alles gelungen ist. "Face The Crowd" ist ein typisch stumpf-einfallsloser Beady Eye-Rocksong, nicht viel interessanter ist "Shine A Light". Genauso wenig ist es nachvollziehbar wie es "Second Bite Of The Apple" und "Don't Brother Me" auf die Platte schaffen konnten. Da war die Songauswahl mal wieder suboptimal, zumal Bonustracks wie "Off At The Next Exit" oder "Evil Eye" zu den besten Sachen gehören, die Beady Eye bis dato aufgenommen haben und die Platte ohne Zweifel besser gemacht hätten.

So bleibt am Ende die Erkenntnis, dass Beady Eye auf "BE" vieles richtig gemacht haben. Ob es allerdings dafür reicht, die alten Oasis-Fans zu versöhnen und sich gleichzeitig als eigenständige Band zu etablieren, bleibt fraglich.



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