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Badly Drawn Boy - It's What I'm Thinking: Photgraphing Snowflakes

BADLY DRAWN BOY

It's What I'm Thinking: Photographing Snowflakes
VÖ: 12. November 2010
Label: Edel
Autor: Katja Embacher

Es scheint, als sei Damon Gough aka Badly Drawn Boy bei seinen Arbeiten am Soundtrack zu Caroline Ahernes Film "The Fattest Man in Britain" kopfüber in einen kreativen Jungbrunnen gestürzt. In diesem Ideenpool schwimmend beschloss Gough kurzum, alles Material, das sich in seinem Kopf sammelte, in einer Alben-Trilogie zu kanalisieren. Der erste Teil des Tripletts "It’s What I’m Thinking" hört auf den winterlichen Namen "Photographing Snowflakes".

Ein Freund fragte Damon Gough in einer gemütlichen Runde, was seiner Meinung nach wohl der schwierigste Job auf der Welt sei. Goughs Antwort: "Photographing snowflakes." Eben dieses Unterfangen ist auch das Kernthema des Albums: Der Versuch, die Flüchtigkeit des Moments festzuhalten; seine fragile Schönheit einzufangen, bevor sie zerbricht. So ist bereits der erste Track "In Safe Hands" in seiner Symbiose aus Nachdenklichkeit und Melancholie einer der schönsten Opener des Jahres. Die Reflektion einer Trennung, eine wehmütige Erkenntnis ohne Bitterkeit: "Well, I’m scarred to face it / This final kiss / But I know I’ll remember it". Diese sinnierende Grundstimmung zieht sich wie ein roter Faden durch "Photographing Snowflakes". Eine verträumte, bisweilen gar entrückte Sichtweise der Welt des Badly Drawn Boy. Um diese perfekt zu intonieren hüllt Damon Gough seine Stimme in Gewänder aus weichem Hall und ziert sie mit samtigen Streichern. Selten hat man den Briten so introvertiert erlebt wie bei Songs wie "What Tomorrow Brings" oder "You Lied".

Trotz aller Zurückhaltung ist "Photographing Snowflakes" keine Einladung zum Winterschlaf: "Too Many Mircales" oder "I Saw You Walk Away" tänzeln sich leichtfüßig ins Ohr, "This Electric" entwickelt gar den swingenden Charme eines Abspannsongs, der sich auch noch gut bei "High Fidelity" gemacht hätte. 

"Und jedem Anfang liegt ein Zauber inne", bemerkte Hesse seinerzeit. Treffender könnte man "Photographing Snowflakes" wohl nicht beschreiben - zumindest unter der Prämisse, das das Album den Auftakt zu einer Trilogie darstellt. Zehn wunderschöne wie zerbrechliche Momentaufnahmen, für die Ewigkeit in Polycarbonat gebrannt. Damit ist Damon Gough genau das gelungen, was er als so schwierig empfindet: Das Fotografieren musikalischer Schneeflocken. 


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