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Arcade Fire - The Suburbs

ARCADE FIRE

The Suburbs
VÖ: 30. Juli 2010
Label: City Slang
Autor: Katja Embacher

Arcade Fire gehören zu den Ausnahmeerscheinungen dieser musikalischen Dekade. "Funerals" war ein Debütalbum sonder gleichen, das Kritiker wie Hörerschaft gleichermaßen zu Lobeshymnen verleitete. Der Nachfolger "Neon Bible" setzte noch mal eins drauf. Entsprechend hoch waren die Erwartungen an "The Suburbs", das dritte Werk des kanadischen Septetts.

Mit ihrem aktuellen Longplayer begeben sich Arcade Fire auf eine Reise in die Vergangenheit, genauer gesagt, zurück an die Orte der Kindheit, an denen Gegenwart und Erinnerung miteinander kollidieren. Ein desillusionierter Blick hinter den alabasterweißen Gartenzaun gepflegter Vorgärten mit der Gewissheit im Nacken, dass man zwar zurückkehren, aber nie mehr nach Hause kommen kann. Mal wehmütig und melancholisch wie auf dem grandiosen "City Without Children" oder "Half Light II (No Celebration)", einem epischen Duett, in dem die Vocalparts von Win Butler und Gattin Régine Chassagne ineinandergreifen, wie perfekt aufeinander abgestimmte Zahnräder. Dann wiederum bissig wie auf dem Energiebündel "Month Of May" oder der zynisch-bösen Abrechnung mit der Jugend "Rococo". Selbst zu ABBAesken Kapriolen lassen sich die Kanadier hinreißen: "Sprawl II (Mountains Beyond Mountains)" klingt schwer nach Post-70s Agneta-Style. Sei's drum. Wenn man schon in Kindheitserinnerungen schwelgt, dann darf man sich auch beherzt derartiger Referenzen bedienen. Sowieso und überhaupt dürfen Arcade Fire (fast) alles. Diese Freiheit haben sie sich mit ihren Alben längst erspielt.

Trotz dieses künstlerischen Freibriefs bleiben Arcade Fire auch mit "The Suburbs" ihrem eingeschlagenen Pfad aus Indie, Folk und Falsettmomenten treu. Lediglich das Schuhwerk hat sich ein wenig gewandelt: Die Streicher sind in den Hintergrund getreten, das Klavier beherrscht die Szenerie.

"The Suburbs" ist ein Album, mit dem Arcade Fire zum dritten Mal ihr musikalisches Genie unter Beweis stellen. Wenn sich nach einer guten Stunde der Kreis mit "Suburbs Continued" mit der beinah versöhnlichen Einsicht "If I could have it back / All the time that we wasted / I'd only waste it again" schließt, dann weiß man, dass alles gut ist, wie es ist. Dass man selbst das Leben in den Vororten vermissen kann. Und ja, wir würden es lieben, unsere Zeit wieder genau so zu verschwenden. Weise Zeilen, Mr. Butler, ein großes Album, liebe Arcade Fire!



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