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Antennas - Feeling Feline Tonight

ANTENNAS

Feeling Feline Tonight
VÖ: 27. Februar 2009
Label:
Novoton
Autor: Michael Döringer

Aus Schweden. Ein Zusatz, der sofort ins Auge fällt und in Verbindung mit Popmusik eine eindeutige Richtung vorgibt. Was kann man schon großartig Schlechtes sagen über dieses Land und seine Musiker, die sich seit Jahren einen festen Podestplatz in der Weltrangliste anspruchsvoller Popmusik sichern. Das sind die unvermeidlichen Hintergedanken, die einen beim Hören des Zweitlingswerks "Feeling Feline Tonight" der Antennas begleiten.

"Well I'm not exactly sad", mit dieser Uneindeutigkeit eröffnet der erste Track "The Collector" die insgesamt 40minütige Scheibe. Und nach dem zweiten oder dritten Durchlauf des Albums beschleicht auch den schwedenpopgeübten Hörer dieses Gefühl: Nicht schlecht erst mal, aber die großen Schwächen sind auch noch nicht bemerkbar. Soviel jetzt schon: "Feeling Feline Tonight" entwickelt sich, heraus aus diesem Naja-Gefühl des Eingangszitats und hin zu freudiger Begeisterung.

Die drei Herren von Antennas bezeichnen ihren Sound selbst als "Balkan boogie, slacker anthems and stalker pop". Klingt vielfältig, allerdings beschränkt sich dieser Stilmix auf Andeutungen, gekleidet in klassischen Indiepop und - rock zweierlei Art: Da sind zum einen die treibenden, dancefloor-fordernden New-Wave-Gitrarren-Stücke ("The Collector", "Youngbloods", "Look You In The Eye"), zum anderen gemächlichere melancholisch-melodiöse Nummern im Stil von Arcade Fire ("Cold Watery Grave", "Media Training", "Upwardly Mobile") an welche die Stimme von Sänger Christian Björkman sowieso permanent erinnert. Dazwischen stehen Einzelerscheinungen, wie die großartige, Synthie-geschwängerte Single "Lies", das Instrumental "Pianola", und das etwas öde, bluesige Exotenstück "Sinners Repent" (übrigens das einzige Stück, das an so etwas wie "Balkan Boogie" erinnert).

Die starke Leistung der Antennas auf "Feeling Feline Tonight" ist es, all diese verschiedenen musikalischen Richtungen und Akzente zu einem einzigen Gefühls- und Stimmungskonzept zu bündeln, das das ganze Album beherrscht und dabei nie langweilig wird. Es ist eine melancholische und verhalten-freudige Atmosphäre, in welcher die elf Songs perfekt funktionieren, die schwächeren Songs inklusive.

Letzten Endes haben die Antennas Unrecht mit ihrer gleichgültigen Aussage zu Beginn des Albums, das Gefühl beim Hörer dieser gelungenen Platte geht eindeutig Richtung Freude. War klar, kommt ja aus Schweden.


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