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Animal Collective - Centipede Hz

ANIMAL COLLECTIVE

Centipede Hz
VÖ: 31. August 2012
Label:
Domino Records
Autor: Andreas Kussinger

Wir erinnern uns an das Jahr 2009, als Animal Collective im grauen Januar ihr Album "Merriweather Post Pavillon" veröffentlichten und sich viele Kritiker schon 50 Wochen vor dem Jahresende mit Lob überschlugen und die Platte zum Album des Jahres erklärten. Die Latte liegt also hoch. So hoch, dass "Centipede Hz", die neue Scheibe der Amerikaner, im direkten Vergleich natürlich nur verlieren kann. Vielleicht haben die Wahl-New Yorker deswegen einige Energie dafür aufgewendet, im Vorfeld der Aufnahmen so einiges umzukrempeln. Sie brachen ihre Zelte in New York ab und zogen zurück in ihre Heimatstadt Baltimore. Sie entwickelten zum ersten Mal seit Jahren gemeinsam Musik, zusammen, in einem Raum und schickten sich nicht nur per E-Mail Soundschnipsel und Ideen hin und her. Und, wohl die wichtigste Entscheidung, sie machten all das wieder als Quartett, nachdem Joshua Dipp alias Deakin nach etwa fünf Jahren in die Band zurückkehrte.

Tatsächlich klingt "Centipede Hz" eher wie das Debutalbum einer blutjungen, aufstrebenden Avantgarde-Band als nach dem mittlerweile 9. Studioalbum der natürlich längst zum Establishment gehörenden Animal Collective. Der wahlweise Freak-Folk bzw. Psychedelic-Pop genannte Sound ist schon lange kein Alleinstellungsmerkmal mehr, wenngleich natürlich alle Untermieter dieser Schubladen in den vergangenen Jahren Nachhilfe bei Animal Kollective genommen haben. Roh und unwirsch sind die ersten Töne, die man zu hören bekommt, ehe das Ganze noch während der ersten 20 Sekunden in eine abgefahrene Psychedelic-Party kippt. Daran ändert sich bei den folgenden zehn Songs nicht mehr viel. Selbstverständlich ist es wieder ein wilder Mix verschiedener Samples, Instrumente und durchweg sehr euphorisch vorgetragenen Vocals. Jeder Song sprüht vor Energie und Kreativität. Beides hätte gerade in der ersten Albumhälfte vielleicht an der ein oder anderen Stelle etwas besser kanalisiert werden müssen. Manchmal wirkt es wie ein großes Feuerwerk, bei dem alle Raketen gleichzeitig gezündet wurden. Bei einem Debüt würde man von "jugendlichem Überschwang" reden, bei Animal Collective kann man nur rätseln, woher sie die Aufgedrehtheit nehmen.

Vergleiche mit dem epochalen Vorgängeralbum anzustellen ist schwierig. Mehr Gitarren, weniger elekronische Klangwelten, auf jeden Fall nicht weniger Kreativität. Aber tatsächlich ein oder zwei schwächere Momente, etwa das etwas uninspiriert dahinplätschernde "Father Time". Alles in allem eine große Party, die etwas zu sehr aus dem Ruder gleaufen ist. Aber so muss es bei einer guten Party ja auch sein.



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