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A Camp - Colonia

A CAMP

Colonia
VÖ: 20. März 2009
Label:
Pias
Autor: Katja Embacher

Zwei Menschen treffen sich in einer Bar und debattieren über die Gemeinsamkeiten ihrer Plattensammlung. Was eher trivial als spannend klingt, ist Ende der Neunziger der Auslöser für die Gründung von A Camp, einer Kollaboration der Cardigans-Sängerin Nina Persson und Atomic Swing-Frontmann Niclas Frisk. Komplettiert wird das Projekt durch Nathan Larson (Shudder To Think) und Kevin March (Shudder To Think, Guided By Voices). 2001 erscheint das selbstbetitelte Debüt des Projekts. Acht Jahre später haben Frisk und Persson wieder zusammengefunden, um mit "Colonia" ein weiteres A Camp-Album zu veröffentlichen.

Opener des Longplayers ist "The Crowning" - ein Track, der in einem beschwingten Walzergewand daherkommt und bereits in den ersten Sekunden klar macht, dass sich bei A Camp einiges getan hat. Die amerikanischen Folkeinschläge des Debüts sind einem verspielten Popsound gewichen, auf dem sich der verstärkte Einfluss von Nathan Larson deutlich bemerkbar macht. Widmete sich der Göttergatte der Persson in letzter Zeit verstärkt der Filmkomposition, so wirken auch die Songs auf "Colonia" wie eine Symbiose aus Leonard Bernstein und ABBA: Musical meets Schwedenpop. Satte orchestrale Einlagen, gepaart mit zuckersüßen Melodien, die über desillusionierte Lyrics hinweg täuschen. Abgerundet wird das Ganze durch den Einsatz von Gastmusikern wie James Iha, Anna Ternheim oder Joan Wasser. Keine Frage, das hier ist Pop auf hohem Niveau. Dennoch - oder gerade deshalb - will sich "Colonia" nicht wirklich greifen lassen. Wie ein Film, dessen Größe man beim Schauen zwar erkennt, dessen Inhalt man jedoch nach einer Dreiviertelstunde nicht mehr wirklich wiedergeben kann. Was bleibt ist Ratlosigkeit und die bange Befürchtung, ein hoffnungsloser Kunstbanause zu sein.

Mit Songs wie "Stronger Than Jesus", "Love Has Left The Room" oder "I Signed The Line" hat "Colonia" sicherlich große Momente. Leider reichen diese nicht aus, um auf gesamter Länge zu überzeugen. Was bleibt ist ein kühler Hauch, aber nichts von Dauer, ähnlich wie bei einem Parfüm. Nur, dass Eau de Colonia wesentlich besser riecht, als Kölnisch Wasser.


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