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POPCONNECTION - Konzerte - Wild Nothing - 17. November 2012, Das Bett, Frankfurt
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Wild Nothing - 17.11.2012, Das Bett, Frankfurt

WILD NOTHING

17. November 2012, Das Bett, Frankfurt
Autor: Marco Pleil
Foto: Shawn Brackbill

Zugegeben, es gab dieses Jahr kaum ein anderes Album, welches mir seinen Einstieg so leicht gemacht hat wie "Nocturne" von Wild Nothing. Unverschämt eingängig, mit den richtigen Zitaten aus den 80ern und Verweisen auf den späteren Shoegaze, aber dennoch eigenständig genug um zu begeistern. Aus diesem Grund war es für mich selbstverständlich, Mastermind Jack Tatum plus Band bei der Frankfurt-Show auf seiner erster Deutschlandtour auch live zu begutachten.

Als Support begleiten Grey Television aus Berlin die komplette Tour. Indie/Noise/Ambient betiteln sie auf ihrer Facebook-Seite ihren Stil und damit gehe ich grundsätzlich d'accord. Ich höre da einen Zwitter aus The Unwinding Hours und Wintersleep. Wenn ich tatsächlich etwas (raus-)höre. Leider macht ihnen der undifferenzierte Live-Sound einen Strich durch die Rechnung. Teilweise bis zu drei Gitarren, Samples, Loops, Mikro-Synthies... eine wirklich undankbare Aufgabe für einen Live-Techniker. Ihre unkonventionellen Arrangements und wirres Wechseln der Instrumente während der Songs machen das alles nicht einfacher. Schwer da ein Urteil zu fällen.

Kurz vor 22 Uhr betreten dann Wild Nothing die Bühne. Und im Gegensatz zu ihrem Support, der mit Videoeinspielungen etwas Atmosphäre und Wärme in die kühlen Wände des Frankfurter Bett-Clubs gebracht hat, sollen bei Jack Tatum und Co. die Songs in ihrer Direktheit ausreichen, um das Publikum zu packen. Und das gelingt ihnen ganz gut. Dass, zumindest bei mir, keine volle Begeisterung eintritt, liegt zum einen an dem unwesentlich besser gewordenen Sound und zum anderen sind sie halt "nur" da und spielen ihre bzw. seine Songs runter. Und obwohl Tatum grundsympathisch mit dem Publikum kommuniziert (und teilweise sogar das Tambourine einer tanzenden Dame übergibt) merkt man am Ende schon, dass Wild Nothing sein eigenes persönliches Baby ist. Die Band spielt gut und tight, aber unprätentiös. Die Songs stimmen und sind richtig platziert: "Shadows" als Set-Opener, das wundervolle "Paradise" als vorläufiger Schluss und "Summer Holiday" vom "Gemini"-Album als Rausschmeißer. Nach gut einer Stunde, inklusive Zugabe, ist Schluss und ich verlasse das Bett mit dem Gefühl einen tollen Songschreiber gesehen und gehört zu haben, der für’s nächste Mal aber noch ein paar Hausaufgaben zu machen hat. Das ändert am Ende aber nichts daran, dass "Nocturne" zu Recht in den Bestenlisten des Jahres 2012 auftauchen wird.


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