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POPCONNECTION - Konzerte - Cursive - 07. Mai 2012, Knust, Hamburg
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Cursive - 07.05.2012, Knust, Hamburg

CURSIVE

07. Mai 2012, Knust, Hamburg
Autor: Sascha Brozewski
Foto: Pressefoto

Cursive aus Omaha (Nebraska) spielen seit 17 Jahren verqueren Indie-Rock. Sie begeisterten bereits in der Vergangenheit mit zahlreichen Konzeptalben. Besonders "The Ugly Organ" wäre hier zu nennen. Mit ihrem achten Album "I Am Gemini", welches im Februar dieses Jahres erschien, knüpfen Tim Kasher und seine Mitstreiter nahtlos an ihre starken Vorgängeralben an.

Nach der hässlichen, schrägen Orgel ("The Ugly Organ") und den vierzehn heidnischen Hymnen auf "Happy Hollow" erzählen Cursive nun in dreizehn Akten die Geschichte siamesischer Zwillinge, die unterschiedlicher kaum sein können. Während Pollock das personifizierte Böse darstellt, befindet sich sein Zwillingsbruder Cassius nach kriminellen Machenschaften auf dem Weg der Besserung und wandelt sich zu einem ausgesprochen liebreizenden Menschen. Beide wurden bei der Geburt getrennt und kehren nach Jahren heim, wo sie im Elternhaus erstmals wieder aufeinander treffen. Die Geschichte ist ineinander verknüpft und kommt fast einem Theaterstück gleich.

Das Hamburger Knust ist leider nur mittelprächtig besucht, doch Liebhaber der Band kommen zweifellos auf ihre Kosten und lauschen ekstatisch den neuen Liedern, die es selbstverständlich zum Auftakt zu hören gibt. Startschuss ist die aktuelle Single "This House Alive". Cursive streuen beispielsweise mit "The Sun And Moon" oder "The Cat And Mouse" weitere, neue Stücke ein, die auch live unglaublich gut funktionieren. Insgesamt setzen sie ihr Set aus älteren und neuen Liedern perfekt zusammen. Sie finden die richtige Mischung, um das Publikum mitzureißen und ins Schwitzen zu bringen. Die Band verzichtet auf Schnickschnack und spielt schnörkellos ein straffes Programm in gut einer Stunde. Lediglich zweimal meldet sich Tim Kasher zwischen den Liedern zu Wort, ansonsten ist er vollkommen in seinem Element. Zwar guckt er immer etwas ernst, doch ist er vom Zuspruch des Publikums merklich verzückt. Cursive spielen vier Zugaben. Nun gibt es auch die Klassiker "Dorothy At Forty" und "Art Is Hard" zu hören.

Tim Kasher spielt mit seiner abwechslungsreichen, variablen Stimme. Ob schreiend, flüsternd, eindringlich, liebevoll oder beinahe wahnsinnig - es ist eine wundervolle Vielfalt, die sehr gut zum Album der Gegensätze "I Am Gemini" passt. Musikalisch beherrschen Cursive die Gegensätze ohnehin seit Jahren in Perfektion. Es sind eben keine Mitklatsch-Nummern, die man ad hoc mitsummen kann. Die Band behält ihre eigene schräg-markante Art. Verquere Töne und Melodiebögen mit harmonischen Passagen gepaart. Jederzeit passieren unvorhersehbare Richtungswechsel und Wendungen. Die sympathische Band lässt mit außergewöhnlichen Gitarren, druckvollem Indie-Rock und dem unverkennbaren Gesang Tim Kashers den musikalischen Abend perfekt erscheinen.



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