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POPCONNECTION - Konzerte - Bob Mould - 02. Juni 2008, Batschkapp, Frankfurt
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Bob Mould - 02.06.2008, Batschkapp, Frankfurt

BOB MOULD

02. Juni 2008, Batschkapp, Frankfurt
Autor: Marco Pleil
Foto: Pressefoto

Saunashow! Das war das Erste, was mir durch den Kopf ging, als ich im Auto mit offenen Fenstern Richtung Frankfurt düste. Dass sich der oder die andere bei solchen Temperaturen lieber in einen Biergarten setzt, bestätigte sich fast als ich kurz nach Acht die Batschkapp betrat. Vielleicht 20 Leutchen tummelten sich Intro-lesend und biertrinkend im Frankfurter Kultschuppen. Das sollte sich vorerst auch nicht groß ändern als der Support Herrenmagazin pünktlich um Neun die Bühne betritt. Frage: Wird mittlerweile eigentlich alles gesignt was aus Hamburg kommt, einen "voll crazy" Bandnamen hat, Deutsch singt und eine Fender halten kann? Antwort: Wohl oder übel: Ja! Schülerbandniveau ist das oder wie sie es selber, wohl krampfig zynisch, auf ihrer MySpace-Seite schreiben "klingt wie: Völlige Ambitionslosigkeit". Volltreffer! Nicht der Rede wert (und bloß nicht drüber aufregen), abhaken bitte!

Eigentlich habe ich "nur" ein solides Set erwartet, so rotiert doch in regelmäßigen Abständen Bob Mould's aktuelle Live-DVD "Circle Of Friends" in meinem Player. Im Prinzip wusste ich also, was mich erwartet. Als Meister Mould ("Legende" erspare ich mir vorerst) dann mit Backingband die Bühne entert und mit "The Way We Act" vom "Copper Blue"-Album loslegt, passiert etwas, was mich die letzten Jahre nicht im Ansatz dazu motiviert hätte: Ich begebe mich in die Menge, mittlerweile sind's vielleicht 200-300 Zuschauer. Was da an Kraft und Melodie und Song von der Bühne runterbollert ist wirklich einzigartig, und das, obwohl heute nicht Brendan Canty (Fugazi) an der Schiessbude sitzt, sondern ein bärtiger Unbekannter, aber das sei nur am Rande erwähnt. Fast ohne Verschnaufpause(n) feuert Mould seine Songs in die Menge: "A Good Idea", "Hoover Dam", "See A Little Light". Erstaunlich, dass relativ wenig vom neuen Album "District Line" gespielt wird, was anhand der Hitdichte aber wenig stört. Es folgt die ein oder andere positive Überraschung wie "Your Favorite Thing" und gegen Ende des Sets rein in die zwei Zugaben gibt's noch mal ein Paket an Hüsker Dü-Songs: "Celebrated Summer", "Chartered Trips", "Makes No Sense At All" und "I Apologize". Das sind Songs mit über 20 Jahren auf dem Buckel, die aber noch genau so frisch und zeitlos klingen wie damals. Und genau das kann man eigentlich 1:1 auf die Hardcore-Legende (jetzt hab ich das Wort doch in den Mund genommen) übertragen. Lassen seine letzten Alben im Gesamtkontext vielleicht etwas die alte Bissigkeit vermissen, live ist Bob Mould nach wie vor über jeden, aber wirklich jeden, Zweifel erhaben. Toll, dass er noch mal nach Frankfurt gekommen ist, toll, dass ich das erleben durfte!


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