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William Fitzsimmons - Gold In The Shadow

WILLIAM FITZSIMMONS

Gold In The Shadow
VÖ: 25. März 2011
Label: Grönland
Autor: Katja Embacher

Per aspera ad astra. Diesen Gedanken scheint William Fitzsimmons für sich verinnerlicht zu haben. Nachdem der Singer/Songwriter auf "The Sparrow And The Crow" dezidiert das Scheitern seiner Ehe verarbeitete, liebäugelt er auf seinem aktuellen Album "Gold In The Shadow" mit vorsichtigem Optimismus mit dem Silberstreif am Horizont.

So ganz hat der Multiinstrumentalist aus Pittsburgh, Pennsylvania den Prozess des Loslassens noch nicht abgeschlossen. Songs wie "Tide Pulls From The Moon" oder "Tied To Me" erinnern an einen Frühlingsmorgen, der noch durchzogen ist von der Kälte des Winters: Ein sehnsüchtiges Blinzeln in eine tief stehende Sonne, während unter den Füßen noch Raureif knirscht. Aber man ahnt, dass etwas Neues beginnt. Zumindest hofft man es, wenn Fitzsimmons bei "Beautiful Girl" beschwörend "let the sunrise come again" ins Mikrophon haucht. "Gold In The Shadow" pendelt in seiner Grundhaltung stets zwischen hoffnungsvoller Voraussicht und wehmütigem Rückblick. Das Basteln einer neuen Zukunft mit der Erinnerung im Genick. Ein emsiger wie schwieriger Arbeitsprozess zwischen melancholischen Streichern und zuversichtlichen Beats. Wahrscheinlich ist dies der Grund dafür, warum William Fitzsimmons die Fäden zwischen den Tracks nicht ganz so fest gespannt hält, wie auf "The Sparrow And The Crow". Vermutlich ist es die getragene Gelassenheit, die den Songs bisweilen die Intensität nimmt. Bekanntermaßen sind herzzerreißende Elegien Splittergranaten in den Eingeweiden, während das versöhnliche Wissen oder die vage Vermutung um die Unabänderlichkeit der Dinge eher wie Paintball-Munition wirkt. Dennoch: Wer würde Fitzsimmons seine neu entdeckte Zuversicht verübeln wollen, wenn er zum Abschluss auf "What Hold" singt "you will see sunrise again"?

Wirklich flugbereit ist er auf "Gold In The Shadow" noch nicht: William Fitzsimmons, der Phönix mit der großen Bürde. Aber er schüttelt sich auf seinem neuesten Werk zumindest die Asche aus dem Federkleid. Unter dieser Prämisse begleitet man den bärtigen Barden selbstredend gern auf seinem Weg aus dem Schatten hinein ins Licht.


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