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Muse - The Resistance

MUSE

The Resistance
VÖ: 11. September 2009
Label:
Warner Music
Autor: Marc Philipp Meyer

Eins vorweg: Nicht umsonst haben Muse über acht Millionen Alben abgesetzt, zwei Abende hintereinander das Wembley Stadium ausverkauft und wurden mit zahlreichen Awards ausgezeichnet. Fakt ist: Muse ist eine der innovativsten Bands der Stunde und wie wunderbar es ihnen gelingt Innovation mit traditioneller Musikgeschichte zu verbinden, zeigt mehr als deutlich ihr neuestes, fünftes Werk "The Resistance".

Matthew Bellamy hat nicht zu viel versprochen, als er von einem elektrischen neuen Album sprach. Aber es ist viel mehr: Diese Platte ist eine elektrisierende Glamrock-Symphonie! Klingt nach einem Konzept? Das gibt es auch, denn "The Resistance" darf man getrost als sound- und auch sujet-orientiertes Konzeptalbum beschreiben. Wie schon auf "Black Holes And Revelations" thematisiert die Band verstärkt die Grausamkeit der modernen Zeit in ihren Texten. Dieses Konzept zieht sich durch das gesamte Werk, ebenso wie ein konzeptorientierter Sound, der die elf Songs verbindet und in einer klassischen dreiteiligen Symphonie endet, für die Muse mal eben ein vierzigköpfiges Orchester aus Mailand an Land gezogen haben. Es ist erstaunlich, dass Matt Bellamy den Score für das Orchester fast im Alleingang komponiert hat. Dieser Mann ist einer der wenigen, der klassische und populäre Musik so fließend miteinander verbindet. "United States Of Eurasia" ist das beste Beispiel für die neue Kompositionsweise von Muse. Hier bedient sich die Band Led Zeppelin- und Queen-Zitaten, verarbeitet Motive aus Maurice Jarre's Musical "Lawrence Of Arabia" und schließt das Stück mit einer Chopin-esken Klaviersonate. Das mag eklektisch klingen, überzeugt allerdings in seiner Umsetzung. Es mag wohl keine andere Band geben, der es gelingen wird, diese verschiedenen Stile in einem Song zu verarbeiten. "United States Of Eurasia" ist damit bezeichnend für die neue Platte.

Dem Muse-Fan der ersten Stunde dürfte vielleicht der traditionelle Hit auf dieser Platte fehlen. Wobei nach mehrmaligem Hören "Uprising", "The Resistance" und "Unnatural Selection" "Black Holes" kaum nachstehen. Aber was vielmehr begeistert, ist die neue Art, wie Muse ihre Stücke arrangieren und sie es geschafft haben, mit ihrem neuen Werk eine bombastische Rock-Symphonie zu schreiben, die unter die Haut geht, ohne vor Pathos zu triefen und von musikalischer Virtuosität nur so strotzt. Respekt!


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