POPCONNECTION
NEWS
REVIEWS INTERVIEWS KONZERTE FEATURES KÜNSTLER A-Z
POPCONNECTION - Reingehört - Lucid - What It Seems To Be
Home » Reviews » Lucid - What It Seems To Be
REVIEWS
Lucid - What It Seems To Be

LUCID

What It Seems To Be
VÖ: 28. September 2012
Label: Eigenvertrieb
Autor: Katja Embacher

Singende Solokomponisten schießen derzeit wie Pilze aus dem Herbstboden und verschwinden häufig genauso schnell wieder. Claudia Fink ist anders. Die Frankfurterin hat mit ihrem Projekt Lucid bereits vor Jahren einen eigenen Stil entwickelt, der sich zwischen klassischem Songwriting, Jazz und Pop bewegt. Wundervolle Songs, die unter die Haut gehen. Ein Sound fernab der Beliebigkeit massenkompatiblen Breitwandpops. So ist es auch nicht verwunderlich, dass Claudia Fink auf ihrem neuen Longplayer "What It Seems To Be" etwas Neues ausprobiert.

Lucid bricht mit dem Usus, sich während des Aufnahmeprozesses hinter dicken Studiomauern zu verstecken. Stattdessen lädt sie Freunde der Musik zu sich ins Studio ein. "What It Seems To Be" entsteht im Beisein von Fans, die Claudia Fink bei den Aufnahmen Gesellschaft leisten dürfen. Genau dieses "Mittendrin statt nur dabei"-Gefühl transportiert auch das Album. Eine Art haptischer Akustik: Songs, die nicht nur emotional berühren, sondern die man in ihrer atmosphärischen Dichte beinah greifen kann. Man hört nicht nur, man fühlt.

Einen Teil der Tracks gibt es bereits seit Längerem. "Song Of Hope" oder "Wave" finden sich auf dem 2005 erschienenen Album "Tuesday, 12:15", "Mermaid" und "Lemonade" erblickten 2002 auf "One More Game" das Licht der Welt. Dennoch eröffnen sich hier auch für Lucid-Kenner neue Perspektiven. Die Songs entwickeln ein Eigenleben. Verändern sich, ohne ihre ursprüngliche Form aufzugeben. Dies erreicht Lucid durch die Verschiebung von Schwerpunkten, die Modifikation der Tempi und den Einsatz neuer Instrumente wie einer Sansula oder einer Tabla. Claudia Finks charismatische Stimme und das Zusammenspiel ihrer musikalischen Mittstreiter Benno Bruschke, Willi Kappich, Christian Keul, Lucianne Brady und Lukas Fink verleiht den Songs abschließend die besondere Würze. Das Resultat ist ein neues Hörerlebnis. Jazzig, lebendig, charismatisch, authentisch. Ein Album, dessen kleine Momente zu den ganz großen werden: Wenn "Mermaid" zwischen Fragilität und Entschlossenheit pendelt, "Beautiful Mind" in sanfter Verträumtheit dahingleitet oder "Paradise Lost" mit fester Entschiedenheit auftrumpft. Dann hinterlässt "What It Seems To Be" einen nachhaltigen Eindruck. Eben dieser wird durch Neuheiten wie "Let It Be, Mom" oder den Titeltrack "What It Seems To Be" gefestigt: Der Eindruck, dass man hier ein formidables Stück Musik in den Händen hält.


Mehr zu LUCID


SUCHE
A B C D E F G
H I J K L M N
O P Q R S T U
V W X Y Z 0-9 #
AKTUELLE REVIEWS

we_path

Liam Gallagher
As You Were

we_path

The National
Sleep Well Beast

we_path

Alvvays
Antisocialites

we_path

Cigarettes After Sex
Cigarettes After Sex (s/t)

we_path

Slowdive
Slowdive (s/t)

we_path

Temples
Volcano
ZUFÄLLIG SCHON GELESEN?

we_path

PLACEBO
B3

we_path

MODEST MOUSE
We Were Dead Before The Ship Even Sank

we_path

BRIGHT EYES
Cassadaga
myspace_de twitter_de facebook
INTERN EXTERN
Kontakt Facebook
Impressum last.fm
   © 2017 Popconnection.de | Das Online-Magazin für alternative Popmusik | CMS by webEdition