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Japandroids - Near To The Wild Heart Of Life

Japandroids

Near To The Wild Heart Of Life
VÖ: 27. Januar 2017
Label:
Anti
Autor: Jenny Schnabel

Mehr als 18 Monate waren Japandroids unterwegs und haben über 200 Konzerte in mehr als 40 Ländern gespielt. Nachdem dieser triumphale Tour-Marathon zu ihrem letzten Album "Celebration Rock" im November 2013 endete, verschwanden Brian King und David Prowse von der Bildfläche. Keine Social Media Aktivitäten, eine inaktive Webseite, keine Shows, keine Interviews. Nichts. Das sorgte natürlich für Verwirrung und Spekulationen bei den Fans. Hat sich das Duo getrennt? Nehmen sich Japandroids nur eine kreative Auszeit? Oder arbeiten die Herren King und Prowse intensiv an ihrem dritten Album? Dann tauchte das kanadische Duo plötzlich wieder auf und schickte vergangenen November mit "Near To The Wild Heart Of Life" ein musikalisches Lebenszeichen und damit das Titelstück ihres dritten Albums in die Welt.

Formal hat sich auf ihrem dritten Album nichts geändert: Acht Songs in etwas über 30 Minuten auf der Platte und ein übliches schwarz-weiß Bild des Duos auf dem Cover. Inhaltlich machen Japandroids aber mit "Near To The Wild Heart Of Life" einen Schritt nach vorn. Bei ihren beiden Vorgängeralben "Post-Nothing" und "Celebration Rock" haben Japandroids auf die gleiche Formel gesetzt, an der es gar nichts auszusetzen gab und die wunderbar funktioniert hat. Das war unbändiger, leidenschaftlicher und ungezügelter Garagenrock. Jetzt haben King und Prowse die Garage verlassen und die Straße Richtung Stadion eingeschlagen, wo sie große Rock-Gesten ausprobieren. Wo früher verzerrte Gitarrenschrammelei dominierte, gibt es jetzt Raum für Melodien, komplexere Kompositionen und bisher ungehörte Elemente wie Keyborads, Synthesizer, akustische Gitarren, weiblichen Hintergrundgesang und "Woah-Oh-Oh"-Singalong-Chöre. Die größte Abweichung vom gewohnten Japandroids-Soundkosmos stellt wohl das Sieben-Minuten-Epos "Arc Of Bar" dar. Es ist nicht nur der längste Track ihrer bisherigen Platten, sondern ein von Synthesizern getriebenes Monstrum, das nach einer völlig anderen Band klingt. Der titelgebende Track "Near To The Wild Heart Of Life" und "No Known Drink Or Drug" hingegen sind wieder typisch Japandroids.

"Near To The Wild Heart Of Life" ist keine komplette Neuerfindung, Japandroids wechseln nur ihre Perspektive. Das alles funktioniert ausgesprochen gut. Es gelingt King und Prowse immer noch mitreißende Songs zu schreiben, zu denen wir auch weiterhin mit voller Leidenschaft die Arme in die Luft strecken und laut mitsingen wollen. Alles ist insgesamt nur etwas aufpolierter und größer gedacht, dafür weniger krachig, als wir es von ihren ersten beiden Alben gewohnt waren. Manchmal wird die Garage einfach zu klein.


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