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Die "bedächtige Taktung" der Veröffentlichungen, von der im Promotext die Rede ist, führte auch dieses Mal dazu, dass man eigentlich von der Gruppe Sport nichts Neues mehr erwartet hätte. Und plötzlich, vier Jahre nach "Unter den Wolken", liegt doch wieder ein neues Album der nun zum Quartett gewachsenen Gruppe im CD-Player.
Musikalisch "hinten dran" waren sie ja eigentlich schon immer, selbst bei der Bandgründung war Grunge und die so-called Hamburger Schule eigentlich schon wieder vorbei oder zumindest am Abflauen. Dem altmodischen Sound von damals blieben sie immer treu, und im Jahr 2012 klingen Sport unmoderner denn je. Aber jedem neuen Trend hinterherhecheln ist nun wirklich nicht, was man von einer Gruppe wie Sport erwartet. Zeitlos hingegen sind die melancholisch eingefärbten Texte über das Leben und all seine Tücken. Wenn Felix Müller klug und zitierbar von alltäglichen Unzulänglichkeiten erzählt, hört man gerne zu, auch wenn man das alles eigentlich schon zig Male gehört hat.
Ein unaufgeregtes Rockalbum mit klugen Texten, eigentlich gibt es an "Aus der Asche, aus dem Staub" nichts auszusetzen. Ein besonderer Sympathiebonus für Felix Müller mag auch noch zusätzlich den Ausschlag geben dafür, dass man Sport auch die vielen recht müden Parolen verzeiht. Ein Album für Retro-Liebhaber.
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