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Großartigen Schaden will
das Dreiergespann aus Berlin eher nicht anrichten wenn es mit ihrer
neuesten EP die Tanzflächen befeuert. Die ein oder anderen blauen
Flecken und zerbrochene Bierflaschen könnte es aber dennoch geben in
den Clubs, wo sich die Kids "Indie" und "Electro" in die Fresse
tätowiert haben. Dort wird nämlich nicht nachgefragt, sondern man lässt
sich rocken. Und das funktioniert ganz gut.
Entstanden sind
Popular Damage 2007 aus zwei Berliner Bands, Last Call For Disco und
LUX, und setzen sich zusammen aus Fabian (Drums), Stephan (Bass) und
Sängerin Nadine (außerdem Gitarre und Sampler). Nach einigen EPs und
gar nicht mal so schlechten Remixes für Zoot Woman, Digitalism und Miss
Platnum kommt diese EP nun allerdings ziemlich unaufregend daher, wenn
man sich das Ganze im gemütlichen Wohnzimmersessel anhört – im Club
ändert sich bestimmt viel, man kennt das ja. Um den Sound grob zu
verorten: Von "Homework" von Daft Punk bis zum Digitalism-Album und
einigem, was dazwischen so passiert ist; kommt einem schon ganz schön
vertraut vor das alles. Der Gesang holt dann auch noch Uffie und La
Roux mit ins Boot. Besonders originell klingt "The Royal Fly" also nicht. Tracks wie "Exclusive" und "Savvy In Newby"
lassen einen mit Piepmelodien und 8-Bit-Sounds dann auch noch an MGMT
oder The Postal Service denken, und dann schmeisst man das Ding
entweder weg oder lässt es noch ein paar Mal laufen. Vor allem
letztgenannte Songs machen am Ende schon ganz gut Spass.
"Everybody Got Young" gibt's in drei Ausführungen: Der "Double Dragon Remix" kommt ziemlich billig und geht im Hall baden, der Original-Mix ist schön laid-back und der "Fukkk Offf Remix" knarzt ordentlich im Tech House-Gewandt. Auch die zwei Versionen von "Easy Money"
können was, und eifern fleißig den großen Brüdern und Schwestern von Ed
Banger und Kitsuné nach. Manche wollen den New Rave einfach bis in alle
Ewigkeit feiern. Die mit den Neonstäben im Maul entscheiden letztlich,
ob das hier jetzt wirklich genug taugt.
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