"Atlantic Living" ist
das Debütalbum von The Plane Is On Fire. So abenteuerlich wie der Name
klingt, so wahr ist seine Begründung: Nachdem einige der Bandmitglieder
eine abenteuerlichen Flugreise über den Atlantik hinter sich gebracht
haben, entschließen sie sich, ihre Combo The Plane Is On Fire zu
nennen.
Wie Robocop Kraus kommen auch The Plane Is On Fire aus
Nürnberg. Ob die musikalische Affinität zu ersteren nun mit dem selben
Herkunftsort zu begründen ist oder an der gemeinsamen musikalischen
Vergangenheit einiger Bandmember liegt, wird man wohl nicht
herausfinden können. Fakt ist, dass The Plane Is On Fire passagenweise
musikalisch an Robocop Kraus erinnern.
Wir kennen die Rezeptur
bereits und wissen, dass sie funktioniert: Post Punk mit New
Wave-Elementen. Ähnlich wie The Rapture laden auch The Plane Is On Fire
zu einem Querfeldeinlauf durch zackige Gitarrenriffs ein,
vorangetrieben und angefeuert durch gehetzte Vocals. Spaßbremsende
Hindernisse überspringen oder vielmehr aus dem Weg tanzen, bis man
selbst fast genauso atemlos ist, wie Sänger Bastian Hubmann
passagenweise klingt. Bei einigen Songs geht diese Überlegung auf: "Honeymoon" oder "Beautiful Exits"
zeigen deutlich das Potential der Band, als Tanzflächenfüller zu
agieren. Auf der Gesamtlänge des Albums allerdings entwickelt sich das
Ganze dann doch eher zu einem anstrengenden Long-Distance-Race, an
dessen Ende man gebeutelt im Ziel ankommt. Im Laufe der 12 Tracks
verlieren die Songs durch mangelnde Variationen leider an Drive. Keine
wirklichen Highlights, keine Earcatcher, nichts, was so wirklich im
Gehörgang hängen bleibt.
Trotz tanzbarer Songs will der Funke
bei The Plane Is On Fire nicht so wirklich überspringen. Alles hübsch
gemacht: Vom Arrangement der Songs bis hin zum stylischen Cover der
Platte, trotzdem köchelt das Ganze eher vor sich hin, als zu zünden.
Schade, denn Potential ist hier definitiv vorhanden. Aber immerhin
handelt es sich bei "Atlantic Living" auch um ein Debüt - heißt, die Jungs haben noch alle Zeit der Welt, nachzulegen und eins draufzusetzen.