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Jack Johnson erfindet sich – abgesehen davon, dass er sich zugunsten einer längeren Haarvariante von der Kurzhaarfrisur verabschiedet hat – nicht neu. Und den Stress muss er sich Gegensatz zu manch anderen vornehmlich weiblichen Kollegen des Popbereichs auch gar nicht machen, ist sein entspannter von Leichtigkeit durchzogener Sound doch sein "Markenzeichen".
"To The Sea" ist jedoch kein Klon, keine Neuauflage der Vorgängeralben. Gitarre, Schlag-zeug, Perkussion, Bass wurden um das Klangspektrum von Ukulele, Mellotron, Piano, Melodika und Glockenspiel erweitert, so dass Jack Johnson und der aus Adam Topol, Merlo Podlewski und Zach Gill bestehende Musikerpool gut beschäftigt gewesen sein dürften.
Eine instrumentelle Überflutung findet man allerdings und glücklicherweise beim Hören des Albums nicht vor; der Einsatz der Instrumente ist je nach Song und Stimmung wohl dosiert: Schließt man etwa zu Beginn von "The Upsetter" die Augen, so fühlt man sich eindeutig in hawaiianische Sphären versetzt, wohingegen bei dem ruhigen und bedachten "Anything But The Truth" allein die Akustik-Gitarre vorherrscht. Für "At Or With Me" und "Red Wine, Mistakes, Mythology" legt zudem G. Love die Mundharmonika an und Paula Fuga veredelte die Lieder "When I Look Up" und "Turn Your Love" mit ihrer Stimme.
Insgesamt zeichnet "To The Sea" sich durch Abwechslung aus, jedoch nie durch dermaßen krasse Wechsel, die das Album als solches auseinanderreißen könnten. Die Geschichten, die Jack Johnson erzählt, haben einen klaren Fokus, und der bezieht sich auf die Wahrheit, die hier in all ihren Ausführungen nicht näher beleuchtet werden will, und die Interpretation stattdessen lieber jedem selbst überlassen sein möge. Wem zudem die Single "You And Your Heart" nicht als Anreiz zum Kauf des Albums genügt, der ist selbst schuld, wenn er sich "To The Sea" entgehen lässt.
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