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Früher war nicht alles besser, aber ähnlich. Nach dem vorläufigen und ungewohnt produzierten (aber nicht ganz so großartigen) Sargnagel "Half Smiles Of The Decomposed" war für Guided By Voices 2004 erstmal Schicht im Schacht. Was Robert Pollard nicht daran hindern sollte unter eigenem Namen weiter regelmäßig Unmengen an Songs zu veröffentlichen, die sich, wie auch früher, nicht rigoros vom Output der Stammband unterschieden. Dann, wie aus dem Nichts, 2010 die Reunion der "klassischen" Besetzung mit Mitch Mitchell, Kevin Fennell, Tobin Sprout, Greg Demos und Jimmy Pollard. Zuerst ein paar Konzerte, dann Hurra, ein neues Album! Cash-In oder einfach die Lust und die Gunst der neu gefundenen Inspiration nutzen um ein paar Songs (21 an der Zahl) einzuspielen?
Hört man das neue Album "Let's Go Eat The Factory" dann muss man definitiv sagen: Letzteres! Hier wird wie in alten Zeiten auf Worte wie Zeitgeist und Produktion gepfiffen als wäre es 1995 (zu "Alien Lanes"). Nein, ein weiterer Klassiker ist "Let's Go Eat The Factory" nicht geworden. Aber dank Perlen wie "Doughnut For A Snowman" und "The Unsinkable Fats Domino" ist das neue Album eine weitere, kaum verzichtbare Sammlung schrulliger Kleinode, die in Punkto Songwriting und Ideen immer noch – und wieder - den ganzen neumodischen Gernehype aus Übersee in die Tasche steckt. Alle Daumen hoch in Vorfreude auf das bereits fertig eingespielte nächste Album!
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