Der neueste Hype am
Musikhimmel heißt The Fashion und kommt diesmal nicht wie vielleicht
vermutet aus dem Vereinten Königreich, sondern aus Dänemark. 2003
machte das Quartett mit ihrem Debütalbum "Rock Kiss Kiss Combo"
erstmals auf sich aufmerksam und zählt seither neben Dúné zu den
angesagtesten Acts ihres Landes. Mit ihrem zweiten selbstbetitelten
Album wollen die vier Dänen nun mit einer Kombination aus
scharfkantigen Beats, tanzbaren Melodien und eindringlichen Hooklines
auch die Welt jenseits ihrer Landesgrenzen von ihrem Können überzeugen.
The Fashion präsentieren auf ihrem mit elf Songs bestückten
zweiten Longplayer einen Stilmix aus Indie, New Wave, Hip Hop und
Dancehall und verschmelzen diese gegensätzlichen Pole zu einer durchaus
tanzbaren Masse. Aufgenommen haben sie das Album mit einem
hochkarätigen Produzententeam bestehend aus Michael Patterson (Beck,
BRMC, Duran Duran, P Diddy etc), Fridolin (Outlandish, Moi Caprice) und
Marcussen (Rolling Stones, Johnny Cash, Primal Scream). Da sollte dem
Erfolg eigentlich nichts mehr im Wege stehen. Und mit "Mathematics" und "Like Knives"
haben die Dänen sogar zwei potentielle Hitsingles am Start, aber das
ist leider auch schon alles, was beim Hören im Ohr hängen bleibt. Denn
der Rest des Albums klingt dann doch sehr austauschbar und könnte auch
genauso gut von den unzähligen Indie-Style-Bands stammen, die kamen und
auch genauso schnell wieder gingen. Es fehlt hier leider ein wenig an
einer durchgängigen Durchschlagskraft und einem Wiedererkennungswert,
so dass die Halbwertzeit dieses Albums bei der Schnelllebigkeit
heutzutage wohl vorprogrammiert ist.
Alles in allem ein auf
Hochglanz poliertes Indie-NewWave-Rock Album, bei dem die stylischen
Indie-Kids in der Lieblings-Indie-Disco bestimmt abgehen werden, das
aber ansonsten im Plattenregal verstaubt.