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Was sollte man von den Editors nach "The Back Room" (2005) und "An End Has A Start"
(2008) erwarten? Sie hätten natürlich ein drittes Album im gewohnten
Stil aufnehmen können und somit Gefahr laufen, in Stagnation und
Langeweile abzudriften. Doch Tom Smith und seine drei Kollegen
entschieden sich anders und haben den Mut, neue musikalische Wege zu
gehen. Sie tauschen ihre Gitarren gegen Synthesizer und Drum-Machines
ein und holen sich mit Mark Ellis alias Flood (Depeche Mode, Nine Inch
Nails) einen neuen Produzenten ins Boot.
Was sich schon vorab mit der ersten Singleauskopplung "Papillon"
angekündigt hat, führen die Editors auch auf dem Rest des Albums
konsequent fort. So ist ein Drittlingswerk entstanden, das noch
düsterer als seine beiden Vorgänger daher kommt und einen überaus
dichten atmosphärischen Sound aufweist. Die Editors bauen meterhöhe
Synthiewände und komplexe Kompositionen und schaffen so eine gewaltige
Soundfläche. Sie erschaffen ein düsteres Monster mit deutlichen
80s-Reminiszenzen: 80er-Jahre New Wave-Sounds paaren sich mit kalten
Industrial-Klängen und kreieren eine bedrohliche und unheimliche
Atmosphäre. Die obskuren Verse über Gottlosigkeit, Desorientierung und
Desillusionierung vorgetragen von Tom Smiths tiefer Baritonstimme
erzeugen eine unheilvolle düstere Grundstimmung.
"In This Light And On This Evening"
ist das wohl ungewöhnlichste Album, das Tom Smith und seine Mannen
ihren Fans je beschert haben. Doch wer dem Album mehrere Hördurchläufe
gibt, der wird die Tiefe, die dieses Album in sich birgt, erkennen. "In This Light And On This Evening" ist ein Album, das etwas Zeit braucht, um sich vollständig zu offenbaren. Aber wer durchhält, wird am Ende belohnt!
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