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Es ist manchmal wirklich erstaunlich was ein Produzent aus einer Band herausholen kann. Waren die Cloud Nothings bis vor kurzem noch ein schluffiges, in den 90ern verwurzeltes Indierock-Ego unter vielen, so bedurfte es mal wieder den Sound Engineer-Schrecken Steve Albini (Produzent hört Mann dann doch nicht so gerne), um einer sich soundmässig noch suchenden Jetzt-Band ein so extravagantes Album aus den Knochen zu schnitzen.
"Knochen" trifft's hier ganz gut auf den Punkt. Albini-typisch ist der Sound hart, trocken und vor allem: Direkt! War Bandgründer Dylan Baldi's Gesang früher genretypisch eher in den angezerrten Gitarren vergraben, so keift er einem gleich beim Opener "No Future/No Past" mitten ins Gesicht. Auch wenn wie bei "Fall In" dann mal zweistimmiger Gesang versucht ein paar Freundschaften zu knüpfen. "Attack On Memory" ist alles andere als harmoniesüchtig und –suchend. Das zweite Cloud Nothings-Album ist unruhig, oft hektisch und manchmal unangenehm. Aber mit dem Muckerblättchen-Grunge hat das, wie gerne mal offensiv an Wände plakatiert, recht wenig zu tun. "Attack On Memory" klingt im Kern wie 80er Hardcore, der im richtigen Moment die Kurve kriegt um dann über die ursprüngliche Lo-Fi-Ästethik in einen großen Melodietopf zu fallen. Steve Albini war und ist hier definitiv die richtige Entscheidung gewesen! Starkes Album! Anspieltipp das neunminütige Biest "Wasted Days".
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