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Art Brut bezeichnet
eigentlich eine Kunstrichtung, die 1945 von dem Franzosen Jean Dubuffet
begründet wurde. Sie umfasst Werke, die außerhalb des etablierten
Kunstsystems von Einzelgängern, Häftlingen, Geisteskranken oder
gesellschaftlich Unangepassten entstanden sind. Nach dieser
Kunstrichtung benannte sich das Quintett um Eddie Argos.
Nach
drei Top 50 Singles in den UK und ausverkauften Clubs auf der ganzen
Insel ist ihnen nun auch der Sprung über den Kanal zu uns gelungen. Mit ihrem Debütalbum "Bang Bang Rock & Roll"
erfinden Art Brut den Rock 'n' Roll natürlich nicht neu, aber sie
präsentieren ihn von einer erfrischenden und unernsten Seite. Diese
Platte mit ihren kantigen aber dennoch melodiösen Stücken bewegt sich
irgendwo zwischen den Sex Pistols und The Fall. Die meist
unter-3-minütigen Songs haben eine unglaubliche Energie und gehen nach
vorn.
Der Fokus der Songs wird automatisch auf die Texte
gelenkt, in denen Eddie Argos mit seiner nöligen Stimme aus seinem
Leben plaudert. Angefangen mit der ersten Singleauskopplung "Formed A Band", in der er über die Bandgründung und die Intentionen von Art Brut berichtet. In "My Little Brother"
erzählt Eddie logischerweise über den kleinen Bruder, der auf seinem
Weg erwachsen zu werden den Rock 'n' Roll für sich entdeckt. Den Song
"Emily Kane" hat Eddie seiner ewigen Jugendliebe gewidmet, der er
hinterher trauert seit er 15 ist und die er bis heute nicht vergessen
hat.
Art Brut ist mit "Bang Bang Rock & Roll" ein
bemerkenswertes Debüt gelungen, ohne sich irgendwelchen Trends
anzubiedern. Ein Album zum Abrocken und Mitgrölen, das in keiner
Plattensammlung fehlen sollte.
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