POPCONNECTION
   NEWS    PLATTEN    KÜNSTLER    LIVE    POPKULTUR    TELEVISION    INTERN
AKTUELL
ARCHIV
NEWSLETTER
REINGEHÖRT
KURZ & BÜNDIG
IM INTERVIEW
IM PORTRAIT
VORGESTELLT
KÜNSTLER A-Z
KONZERTE
KONZERTFOTOS
PRÄSENTATIONEN
STORIES
SOFAKONZERTE
VIDEOINTERVIEWS KONTAKT
TEAM
IMPRESSUM
POPCONNECTION - Im Portrait - The Rifles - Vom Vergleich, der hinkte und dem Hype, der keiner war
Home » Im Portrait » The Rifles - Vom Vergleich, der hinkte und dem Hype, der keiner war
IM PORTRAIT
The Rifles

THE RIFLES

Vom Vergleich, der hinkte und dem Hype, der keiner war
Datum: 10. Juli 2006
Autor: Katja Embacher
Foto: Soren Solker

"The Next Big Thing" - welcher Band aus Großbritannien wurde dieses Etikett noch nicht angeheftet? Schließlich wartet man doch seit den Beatles auf eben jene Wiederholung der Musikgeschichte. In aller Munde ist derzeit ist die Londoner Band The Rifles, die spätestens nach der VÖ ihres Debüt-Albums auch in aller Ohren sein dürfte.

"The first band with a London postcode worth tattooing on your heart in ages" - titelte der NME. Eine Etikettierung, die im Hinblick auf die britische Musikpresse schon den großen Hype wittern lässt, der oftmals zu einer Verheizung der Bands führt. Eben gegen diesen wehren sich Joel Stoker (Gesang/Gitarre), Luke Crowther (Gitarre), Robb Pyne (Bass) and Grant Marsh (Drums) - oder versuchen es zumindest. The Rifles betonen immer wieder ihren graduellen und nicht, wie bei den Arctic Monkeys oftmals proklamiert, medienevozierten Aufstieg. Ein Vergleich, der gerne gezogen wird, da beide Bands ihre Musik europaweit über das Internet-Portal MySpace populär gemacht haben, von dem sich The Rifles jedoch klar distanzieren. So betonen die Londoner, dass sie den klassischen Weg gegangen seien, indem sie sich ihre Fanbase in erster Linie über Gigs in irgendwelchen kleinen abgehalfterten Clubs erspielt haben - im Gegensatz zu den Arctic Monkeys, die in der Größe ihrer Konzerte von Null auf 100 gegangen seien. Ein berechtigter Einwand, wenn man sich Historie der Rifles einmal genauer anschaut und diese nicht nur auf MySpace reduziert.

Die Idee zur Bandgründung ist weit in der Vergangenheit der vier Londoner zu suchen. Ausschlaggebend ist 1996 das legendäre Oasis-Konzert in Knebworth, das bei Gitarrist Luke Crowther nicht nur einen bleibenden Eindruck hinterlässt, sondern auch einschneidenden Punkt im Leben markiert. Ebenfalls wie die Gallagher-Brüder aus der Arbeiterklasse stammend, ist Crowther beeindruckt von der emotional involvierenden Kraft, die von den Mancunians ausgeht; überwältigt von eben jenem Lebensgefühl, das Oasis transportieren und in dem er sich wieder finden kann. Das Ziel einer eigenen Bandgründung liegt plötzlich klar auf der Hand.

2003 setzen die drei aus Nordlondon stammenden Joel Stoker, Rob Pyne und Luke Crowther das geplante Bandprojekt in die Tat um und finden in Ostlondon mit Grant Marsh einen geeigneten Schlagzeuger. The Rifles are born. Musikalisch beeinflusst von Bands wie The Cure, The Clash oder The Smiths spielen sich die vier Jungs durch diverse Clubs und erzielen so eine immer stärker wachsende Fangemeinschaft. Auf die Debüt-Single "Peace And Qiet" wird nicht nur Zane Lowe von BBC Radio One aufmerksam, sondern auch der NME. Es zeigt sich, dass The Rifles eigentlich nicht anders agieren, als andere Bands auch. Ein weiterer Beweis dafür, dass Vergleiche oftmals hinken.

2005, zwei Jahre nach der Bandgründung, eröffnen The Rifles ihr MySpace-Profil, auf dem sie von nun an ständig wechselnde Song veröffentlichen und somit ihren Popularitätsgrad auch außerhalb Englands steigern. Darüber hinaus wird auch Ian Brouwdie von den Lightning Seeds auf die Band aufmerksam. Browdie, der unter anderem bereits mit The Zutons oder The Coral zusammengearbeitet, erklärt sich bereit, mit The Rifles ins Studio zu gehen und ein Album zu produzieren. "Local Boy", die erste Single-Auskopplung, schafft den Sprung in die Top 40 der UK-Charts. "Repeated Offender" wird in der Halbzeitpause eines West Ham United-Spiels im Stadion gespielt und nicht nur die Kritiker, sondern auch Kollegen zeigen sich begeistert. So erklärte Graham Coxon, seines Zeichens Ex-Gitarrist von Blur, The Rifles dieser Tage zu seiner neuen Lieblingsband. Am 14. Juli 2006 soll mit "No Love Lost" das Debüt-Album der vier Londoner erscheinen.

The Rifles mögen die Karriereleiter zwar schnell hochgeklettert sein, jedoch ohne durch den Düsenantrieb des Hype-Knopfs gepusht zu werden. Es scheint also, dass wir auf "The Next Big Thing” noch eine Weile warten werden... ohne dabei jedoch auf gute Musik verzichten zu müssen.


Website:
www.therifles.co.uk
Myspace:
www.myspace.com/therifles


Mehr zu The Rifles auf POPCONNECTION

SUCHE
A B C D E F G
H I J K L M N
O P Q R S T U
V W X Y Z 0-9 #
AKTUELLE ARTIKEL

we_path

we_path

we_path

we_path

we_path

we_path

ZUFÄLLIG SCHON GELESEN?

we_path

we_path

we_path

we_path

we_path

we_path

myspace_de twitter_de facebook

© 2005-2012 Popconnection.de | Das Online-Magazin für Musik und Popkultur | CMS by webEdition