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POPCONNECTION - Im Portrait - The Horror The Horror - Auf der Suche nach der eigenen Identität
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The Horror The Horror

THE HORROR THE HORROR

Auf der Suche nach der eigenen Identität
Datum: 22. März 2006
Autor: Jenny Schnabel
Foto: Pressefoto

"The Horror the Horror", das sind die letzten Worte Marlon Brandos alias Colonel Walter E. Kurtz in Francis Ford Coppolas Film "Apocalypse Now". Diese vier Worte wählten die fünf Jungs aus Stockholm, um ihrem musikalischen Kollektiv einen Namen zu geben. Die Geschichte der Band ist eigentlich keine besondere: Fünf Musikfreunde treffen aufeinander und gründen eine Band. Unspektakulär? Mitnichten. Die Kritik in Schweden überschlug sich und selbst in England titelte man bezüglich ihres selbstbetitelten Debüt-Albums "This band has a massive future and this record has massive potential as future ebay gold". Wieder eine neue Gitarrenrock-Band aus Schweden, die ihren Weg in den großen Hype-Kosmos beschreitet?

Bereits 2002 rockten Joel Lindström (Gesang), Mattias Axelsson (Gitarre), Johan Janssen (Gitarre), Patric Thorngren (Bass) und Jakob Frodell (Schlagzeug) die Clubs in Stockholm. Ihre Musik bewegt sich irgendwo zwischen Velvet Underground, The Strokes, The Beatles und The Sex Pistols. Ihre Songs haben allesamt Ohrwurm-Charakter: Schrammelige Gitarren, Retro-Sounds, solide eingängige Melodien und Refrains zum Mitgrölen. Textlich dreht es sich nicht selten um Geschichten aus dem Leben. So singt Joel Lindström über Lebenskrisen und Existenzfragen, also all das, was einen mit Ende 20 so beschäftigt.

In der Musikpresse werden The Horror the Horror bereits als die neuen The Strokes aus Schweden gehandelt. Doch werden ihnen auch immer wieder die Affinitäten zu ihren zahlreichen musikalischen Artgenossen vorgeworfen. Eine weitere Band, die auf "Sounds like…" reduziert wird. Doch damit hat die Band kein Problem: "All good music has always been accused of being copies of something. The important thing is you have to trust in your own sound and that the music will have like your identity", so Sänger Joel Lindström in einem Interview. Die Band beobachtet außerdem mit wachsendem Interesse die schwedische Musikszene und stellt immer wieder fest, dass viele der heimischen Gitarrenbands nach ihrer eigenen Identität suchen, aber oftmals nur als Abziehbilder ihrer Vorbilder angesehen werden. Sänger Joel Lindström führt dies darauf zurück, dass so etwas wie eine "heimische Musikszene" in Schweden gar nicht existiert. "A band like The Hives! They have to get their influences from certain parts of Punk Rock and Garage Rock and stuff like that. I think that might be the strength that we have. Sweden is a small country - as Austria I guess as well - you have to look further. You have to look at what's happening in London, New York or Toronto", so Lindström in einem Interview.

Eins ist auf jeden Fall klar: Die Band weiß, wo sie hin will und der Erfolg wird auch nicht mehr lange auf sich warten lassen. Den Weg nach Deutschland haben The Horror the Horror bereits gefunden. Nach der Single "Sound of Sirens" tourte die Band bereits im November 2005 erstmals durch die Republik. Seit einigen Wochen steht nun auch ihr selbstbetiteltes Debüt-Album in den deutschen Plattenläden und auch live sind die Schweden momentan wieder hierzulande unterwegs. Wer Zeit und Lust hat, sollte die Möglichkeit nutzen, sich die Jungs einmal anzuschauen und sich selbst davon zu überzeugen, ob The Horror the Horror ihre eigene Identität gefunden haben.


Website:
www.thehorrorthehorror.se
Myspace:
www.myspace.com/thth


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