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"The Horror the Horror", das sind die letzten Worte Marlon Brandos alias Colonel Walter E. Kurtz in Francis Ford Coppolas Film "Apocalypse Now".
Diese vier Worte wählten die fünf Jungs aus Stockholm, um ihrem
musikalischen Kollektiv einen Namen zu geben. Die Geschichte der Band
ist eigentlich keine besondere: Fünf Musikfreunde treffen aufeinander
und gründen eine Band. Unspektakulär? Mitnichten. Die Kritik in
Schweden überschlug sich und selbst in England titelte man bezüglich
ihres selbstbetitelten Debüt-Albums "This band has a massive future and
this record has massive potential as future ebay gold". Wieder eine
neue Gitarrenrock-Band aus Schweden, die ihren Weg in den großen
Hype-Kosmos beschreitet?
Bereits 2002 rockten Joel Lindström
(Gesang), Mattias Axelsson (Gitarre), Johan Janssen (Gitarre), Patric
Thorngren (Bass) und Jakob Frodell (Schlagzeug) die Clubs in Stockholm.
Ihre Musik bewegt sich irgendwo zwischen Velvet Underground, The
Strokes, The Beatles und The Sex Pistols. Ihre Songs haben allesamt
Ohrwurm-Charakter: Schrammelige Gitarren, Retro-Sounds, solide
eingängige Melodien und Refrains zum Mitgrölen. Textlich dreht es sich
nicht selten um Geschichten aus dem Leben. So singt Joel Lindström über
Lebenskrisen und Existenzfragen, also all das, was einen mit Ende 20 so
beschäftigt.
In der Musikpresse werden The Horror the Horror
bereits als die neuen The Strokes aus Schweden gehandelt. Doch werden
ihnen auch immer wieder die Affinitäten zu ihren zahlreichen
musikalischen Artgenossen vorgeworfen. Eine weitere Band, die auf
"Sounds like…" reduziert wird. Doch damit hat die Band kein Problem: "All
good music has always been accused of being copies of something. The
important thing is you have to trust in your own sound and that the
music will have like your identity", so Sänger Joel Lindström in einem Interview. Die
Band beobachtet außerdem mit wachsendem Interesse die schwedische
Musikszene und stellt immer wieder fest, dass viele der heimischen
Gitarrenbands nach ihrer eigenen Identität suchen, aber oftmals nur als
Abziehbilder ihrer Vorbilder angesehen werden. Sänger Joel Lindström
führt dies darauf zurück, dass so etwas wie eine "heimische Musikszene"
in Schweden gar nicht existiert. "A band like The Hives! They have
to get their influences from certain parts of Punk Rock and Garage Rock
and stuff like that. I think that might be the strength that we have.
Sweden is a small country - as Austria I guess as well - you have to
look further. You have to look at what's happening in London, New York
or Toronto", so Lindström in einem Interview.
Eins ist auf
jeden Fall klar: Die Band weiß, wo sie hin will und der Erfolg wird
auch nicht mehr lange auf sich warten lassen. Den Weg nach Deutschland
haben The Horror the Horror bereits gefunden. Nach der Single "Sound of Sirens"
tourte die Band bereits im November 2005 erstmals durch die Republik.
Seit einigen Wochen steht nun auch ihr selbstbetiteltes Debüt-Album in
den deutschen Plattenläden und auch live sind die Schweden momentan
wieder hierzulande unterwegs. Wer Zeit und Lust hat, sollte die
Möglichkeit nutzen, sich die Jungs einmal anzuschauen und sich selbst
davon zu überzeugen, ob The Horror the Horror ihre eigene Identität
gefunden haben.
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