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Die Musikwelt ist geteilter
Meinung was die New Yorker New-Wave-Rock-Band The Bravery angeht.
Während die einen sie als "New York's next big thing" bezeichnen,
wettern andere Musikmagazine sie seien lediglich eine Kopie der
Killers, allerdings mit vorzeigbarerem Gitarristen. Dieses Statement
regt Killers-Sänger Brandon Flowers dermaßen auf, dass er den
gestreckten Mittelfinger gegen das Plagiat erhebt und behauptet, dass
The Bravery nur wegen ihnen gesignt wurden. Außerdem betont er, dass
Sam Endicott, der Sänger von The Bravery, vorher in einer Ska-Band mit
dem albernen Namen Skabba the Hut gespielt habe. Pfui Teufel!
Die
BBC startet daraufhin auf ihrer Website eine Umfrage, wer den besten
amerikanischen Elektro-Pop mache. Ergebnis: 17,1 % für The Bravery und
82,9 % für The Killers. Man muss allerdings fairerweise sagen, dass
das Album von The Bravery zu dem Zeitpunkt erst seit zwei Wochen
draußen war während "Somebody Told Me" bereits seit Monaten in jedem Club rauf und runter gespielt wurde. Der
NME brachte The Bravery prompt aufs Cover und nutzte den gegebenen
Anlass, um eine Bandbattle zu den Killers anzuzetteln. Dies geschah
bereits 1995 mit Oasis und Blur.
Die
Geschichte um The Bravery beginnt im Jahr 2003. Sam Endicott (Gesang,
Gitarre) und John Conway (Keyboards) beginnen Songs zu schreiben, die
sie an einem alten iMac zusammenfrickeln. Die beiden ehemaligen
Kommilitonen wollen für 7.000 Dollar ein Album produzieren. Nachdem sie
ihre ersten Aufnahmen fertig haben, suchen sie sich weitere Mitglieder
um die Band zu komplettieren: Anthony Burulcich (Drums), Michael
Zakarin (Gitarre) und Mike Hinder (Bass). Im Oktober 2003 kommt
ein gewisser Pete Galli am Proberaum der Band vorbei. Er ist fasziniert
von der Musik, die durch die Türen dringt. Er bietet der Band an sie zu
managen. Sein Schlachtplan: Konzerte spielen, denn Live-Erfahrung sei
das wichtigste, worüber eine Band verfügen sollte. The Bravery hatten
bis zu diesem Zeitpunkt noch nie vor einem Publikum gespielt. Bereits
am 25. November 2003 haben sie ihren ersten Auftritt im Brooklyner Stinger Club (zu dieser Zeit war von den Killers noch
nichts zu hören). Im Frühjahr 2004 spielten The Bravery dann einen Gig
in Arlene's Grocery/New York, der alles entscheiden sollte. Der Laden
war voll von Leuten aus der Musikindustrie, die sich darum schlugen,
die Band zu signen. Ende April 2004 unterschreibt The Bravery dann
schließlich einen Deal bei Island/Universal.
Zwölf Monate später
versuchte die Plattenfirma die Band in Europa zu testen. Mit Erfolg. In
England rockten sie bereits vor Veröffentlichung ihres selbstbetitelten Debüt-Albums
ausverkaufte Clubs. In Deutschland hatte man bisher nur zweimal das
Vergnügen The Bravery live zu erleben. Das wird sich hoffentlich bald
ändern.
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