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Von den Kritikern häufig als "Stylische Gitarrenpop-Formation mit hübschen Frisuren und tollen Melodien" bezeichnet, bewiesen Nova International bereits mit ihrem selbstbetitelten Debüt-Album, dass sie mehr sind als nur stylische Typen. Mit einem Major-Deal in der Tasche und Songs wie "Favourite Girl" oder "Star" gelang es ihnen 2003, sich in die Herzen der Fans zu spielen. Dann wurde es leider etwas ruhiger um Michael Kamm (Vocals/Gitarre), Michael Dannhauer (Gitarre), Markus Galli (Bass) und Kris Steininger (Schlagzeug). Die Hoffnung, dass die vier sympathischen Jungs aus Augsburg uns mit einem würdigen Zweilingswerk noch einmal erfreuen würden, hatten wir schon fast aufgegeben. Niemand ahnte jedoch, dass BMG das zweite Album auf unbestimmte Zeit verschoben hatte. Endlich hat das Warten ein Ende. Seit einigen Monaten steht das zweite Werk "One And One Is One" in den Plattenläden. Nova International haben BMG den Rücken gekehrt und die neue Platte auf ihrem bandeigenem Label NI Records veröffentlicht.
Im Interview erzählt Nova International-Gitarrist Michael Dannhauer über das neue Album, den Bruch mit BMG und die gerade beendete Tour.
POPCONNECTION: Für die Leute, die Euch noch nicht kennen, wie würdest Du Nova International beschreiben?
Michi: Indie-Pop - mal euphorisch, mal melancholisch, mal ironisch, mal komisch.
POPCONNECTION:Ihr habt das neue Album im Alleingang aufgenommen und es auf dem
bandeigenen Label NI Records veröffentlicht. Wie waren die Aufnahmen
dazu im Gegensatz zum Erstlingswerk, welches bei BMG erschienen ist?
Michi:
Weit relaxter, da nicht ständig Abordnungen der Plattenfirma im Studio
herumspaziert sind und irgendwas von Singles gefaselt haben. Das meiste
haben wir in unserem eigenen Studio in Augsburg aufgenommen. Zum
Mischen ging's dann nach Bochum, wo wir mit Prozudentenmaestro Olaf
O.P.A.L. dem Werk den letzen Schliff verpasst haben. Alles in allem
sehr angenehm das Ganze.
POPCONNECTION: Das neue Album "One And One Is One" klingt wesentlich ruhiger als das Vorgängeralbum. Wie kam es dazu?
Michi:
Die einfachste Antwort wäre wohl - wir sind älter geworden. Die
kürzeste - keine Ahnung. Und die wohl zutreffendste - wir hatten sowohl
bandmäßig als auch privat eine Phase, die eher nachdenklich und
introvertiert war und das hat sich wohl auch auf das Songwriting
ausgewirkt.
POPCONNECTION: Wie seid Ihr selbst mit dem neuen Album zufrieden?
Michi:
War ein sehr wichtiger Schritt für uns, das schwierige zweite Album
trotz aller Unwirklichkeiten fertig gestellt zu haben. Muss sagen, wir
sind durchaus etwas stolz darauf.
POPCONNECTION: Obwohl Euer Debüt-Album ziemlich erfolgreich war, hatte BMG das zweite Album
auf unbestimmte Zeit verschoben. Was glaubst Du, waren die Gründe dafür?
Michi:
Nach der Fusion mit Sony wurde da mit großem Besen durchgefegt und
alles was nicht nach Millionenseller roch auf's Abstellgleis manövriert.
Ulkigerweise wurde bei diesem Großreinemachen auch Tokio Hotel samt
künftigen Hits vor die Tür gesetzt. Soviel zur Weitsichtigkeit der
großen Musikbosse.
POPCONNECTION: Was habt Ihr dabei empfunden?
Michi: Für uns war die Trennung eher eine Erleichterung, weil die Hängepartie endlich ein Ende hatte.
POPCONNECTION: Ihr seid freiwillig aus dem Vertrag mit BMG ausgestiegen. Wie kam es zu diesem Entschluss?
Michi:
Da die Ansprechpartner fast schon täglich wechselten und irgendwann
niemand mehr da war, zu dem wir ein annähernd vertrauensvolles
Verhältnis hatten, war die Trennung der wohl einzige Schritt, um
sicherzustellen, dass in absehbarer Zeit ein neues Nova-Album
herauskommen konnte.
POPCONNECTION: Ihr habt gerade Eure Tour zu Ende gebracht. Was würdest Du sagen, war Euer bestes Konzert?
Michi: Das ist natürlich eine sehr subjektive Geschichte. Es waren viele tolle Abende dabei - von Hannover bis Salzburg.
POPCONNECTION: Wie geht's in Zukunft mit Nova International weiter?
Michi:
Im Sommer erstmal fleißig Festivals spielen. Die genauen Daten gibt's in Kürze auf unserer Website und im Herbst an die neue Platte denken.
POPCONNECTION: Vielen Dank für das Interview!
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