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MANDO DIAO - Bring ‘Em In (VÖ: 27.02.2004/EMI)




Lange Zeit herrschte im restlichen Europa psychedelische Stille, wenn es um die schwedische Musiklandschaft ging. Erst Bands wie The Hives oder The (International) Noise Conspiracy schafften es, das Land aus dem Dornröschenschlaf zu wecken. Den damals losgetretenen Schweden-Hype machten sich 2004 auch Mando Diao zu nutze. Inspiriert durch die Beatles paarten die beiden Masterminds der Band Gustaf Norén und Björn Dixgård auf ihrem Debütalbum “Bring ‘Em In” schwarze Lederjacken und 70’s Retro-Rock mit skandinavischer Coolness. Die Singleauskopplung “Sheepdog” ebnete der Band seinerzeit den Weg zu internationalem Erfolg und gehört nach wie vor zu den Tanzflächenfüllern der hiesigen Indie-Clubs.

Myspace: www.myspace.com/mandodiao

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MORRISSEY - You Are The Quarry (VÖ: 17.05.2004/Sanctuary)




Mit “You Are The Quarry” meldete sich einer der größten Altmeister Großbritanniens zurück: Mr Ex-The Smith-Sänger Morrissey. Nach sieben Jahren musikalischer Abstinenz bewies der Mozzer einmal mehr, dass mit ihm nach wie vor zu rechnen ist. “You Are The Quarry” zeichnete sich im Gegensatz zu den Vorgängeralben zwar durch eine größere Massenkompatiblität aus, gerade diese verhalf Morrissey jedoch auch mit seiner Singelauskopplung “Irish Blood, English Heart” zu seiner bis dato höchsten Chartsplatzierung im UK und in den USA. “You Are The Quarry” rief den Namen Morrissey denjenigen wieder ins Gedächtnis, die ihn nach Vauxhall & I vergessen hatten oder ihn bis zu diesem Zeitpunkt noch nie kennen und lieben gelernt hatten.

Myspace: www.myspace.com/morrissey

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THE KILLERS - Hot Fuss (VÖ: 22.06.2004/Island)




Das Debüt “Hot Fuss” der Killers fungierte 2004 als eine Art Schwingtür. Auf der einen Seite sorgte das Album dafür, dass britisch anheimelnder Post-Punk seinen Weg in die USA fand, auf der anderen Seite öffnete “Hot Fuss” der Band aus Las Vegas die Pforten zur Musikwelt jenseits des großen Teichs. Singleauskopplungen wie “Mr Brightside” oder “Somebody Told Me” wurden im UK frenetisch gefeiert und bewiesen, dass die Killers durchaus mit europäischen Kollegen wie Razorlight oder Franz Ferdinand mithalten konnten. Auf dem Live 8-Konzert in London zeigte sich selbst Robbie Williams angetan und übernahm die Passage “I‘ve got soul but I‘m not a solider“ aus “All These Things That I’ve Done” in seine Performance.

Myspace: www.myspace.com/thekillers

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BLOC PARTY - Silent Alarm (VÖ: 14.02.2005/V2)




Der Alarm, den Bloc Party mit ihrem Debütalbum “Silent Alarm” verursachten, war alles andere als still. Beeinflusst von Bands wie Joy Division oder The Smiths machten sich Kele Okereke und seine Mannen auf, Songs zu komponieren, die vor Energetik und Geschwindigkeit nur so strotzten - und dabei textlich in dunkle Abgründe gescheiterter zwischenmenschlicher Beziehungen abtauchten. Signifikantestes Merkmale des Bloc Party-typischen Sounds waren dabei die übereinander gelegten Gesangsspuren und der Einsatz diverser Effektgeräte. Mit “Silent Alarm” erspielten sich Bloc Party nicht nur einen der höchsten Ränge innerhalb des Post-Punk-Revivals, sie wurden auch wegweisend für viele nachfolgende Acts.

Myspace: www.myspace.com/blocparty

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ART BRUT - Bang Bang Rock & Roll (VÖ: 04.07.2005/Fierce Pan)




2005 veröffentlichten Art Brut ihr Debütalbum “Bang Bang Rock & Roll“. Namentlich orientierte sich das Quintett um Sänger Eddie Argos an der so genannten “Outsider Art“: Kunst marginalisierter Gesellschaftsgruppen wie psychisch Kranke oder Gefängnisinsassen. “Bang Bang Rock & Roll” vereinte Sprechgesangspassagen mit energetisch-tanzbaren Sounds. Auch, wenn die Mixtur nicht neu war gelang es der Band, sich mit “Bang Bang Rock & Roll” einen Namen zu machen. Insbesondere die jüngere Hörerschaft identifizierte sich mit den Texten über zwischenmenschliche Beziehungen und der Liebe zur Musik. “Bang Bang Rock & Roll” wurde im Rahmen einer Kooperation von We Are Scientists gecovert. Im Gegenzug widmeten sich Art Brut deren Album “The Great Escape“.

Myspace: www.myspace.com/artbrut

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EDITORS - The Back Room (VÖ: 25.07.2005/Pias)




Mit “The Back Room” gelang es den Editors, die Schönheit, die in der Dunkelheit liegt, ans Licht zu bringen. Trotz textlicher Schwere bewahrte das Quartett aus Birmingham bei Songs wie “Munich” oder “Bullets” eine gesunde Balance zwischen Tiefgründigkeit und Tanzbarkeit, ohne im Pathos zu ertrinken. Ausschlaggebend war dabei nicht zuletzt Tom Smith’s charismatische Stimme, die passagenweise an Ian Curtis erinnert. Die Editors gehören zu jenen Bands des Post-Punk-Revivals, die wohl am stärksten Elemente von Bands wie Joy Division oder Echo And The Bunnymen verwendeten, um einen eigenen zeitgenössischen Sound zu kreieren. “The Back Room” packte die Musikwelt mit seiner Symbiose aus Düsterkeit und Zuversicht am Kragen, schüttelte sie durch und ließ sich nicht mehr los.

Myspace: www.myspace.com/editorsmusic

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ARCTIC MONKEYS - Whatever People Say I Am, That’s What I’m Not
(VÖ: 20.01.2006/Domino Records)




Mit ihrem Debütalbum “Whatever People Say I Am, That’s What I’m Not” machten die Arctic Monkeys erstmalig auf neue Vermarktungsformen von Newcomerbands aufmerksam. Das Quartett aus Sheffield promotete den Longplayer, der sich textlich mit dem Leben Jungerwachsener in Nordengland auseinandersetzt, quasi im Alleingang über diverse Internet-Plattformen. In bester DIY-Manier verschafften sich die Arctic Monkeys das Gehör der Musikwelt. Musiknerds diskutierten das Album in Blogs und Foren; Fans wurden zu Kritikern, zu A&R und letztendlich auch zum Motor des Erfolgs der Hype-Maschine: “Whatever People Say I Am, That's What I'm Not” mauserte sich in Großbritannien zum schnellst verkauften Debütalbum aller Zeiten.

Myspace: www.myspace.com/arcticmonkeys

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AMY WINEHOUSE - Back To Black (VÖ: 09.03.2007/Island)




Auf ihrem zweiten Longplayer “Back To Black” präsentierte sich Amy Winehouse 2006 stimmlich von ihrer Schokoladenseite. Der Longplayer strotzte nur so vor charismatischem 60s-Soul, Jazz und Motown-Sound. “Back To Black” wurde von Kritikern wie Fans frenetisch gefeiert und bescherte Amy Winehouse als erste britische Künstlerin in nur einer Nacht fünf Grammys. Je stärker sich das Album verkaufte, desto klarer wurde, dass die Singer/Songwriterin mit der großen Stimme und dem ebenso großen Hang zur Exzentrik eine Ausnahmeerscheinung darstellte - in jeglicher Hinsicht. Die Hörerschaft verlor sich in Verzückung über die emotionalen Songs, Amy Winehouse verlor sich selbst zunehmend in Exzessen.

Myspace: www.myspace.com/amywinehouse

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PORTISHEAD - Third (VÖ: 25.04.2008/Island)




Der schlichte Titel “Third” stand nicht nur für den dritten Longplayer von Portishead, vielmehr markierte er auch einen musikalischen Meilenstein in der Geschichte der Band. Nach einer Dekade des Schweigens und der Abstinenz schien die Perfektion greifbar zu sein. Selten hatte man das Trio so beklemmend, verstörend und düster erlebt, wie auf diesem Album. Beth Gibbons Stimme wirkte wie eine fragile Eisschicht, in die sich Beats und Samples schnitten, wie metallene Schlittschuhkufen. Bei jedem Track stieg die Angst, einzubrechen und in eisiger Dunkelheit zu ertrinken. “Third” war mehr als nur ein Lebenszeichen. Es war ein infernalischer Paukenschlag, mit dem Portishead ihre Rückkehr zelebrierten.

Myspace: www.myspace.com/portisheadalbum3

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MGMT - Oracular Spectacular (VÖ: 02.05.2008/Red Ink)




2008 traten MGMT erstmalig mit ihrem Debütalbum “Oracular Spectacular” in Erscheinung und ernteten damit Lobeshymnen der Musikmedien. Die beiden Musiker Goldwasser/VanWyngarden überraschten mit einem Album, das sich in keine wirkliche Schublade einordnen lassen wollte. MGMT versalzten denjenigen Kritikern die Suppe, die die Binsenweisheit vertraten, zu viele Köche würden den Brei verderben. Mit den beiden Grundkomponenten aus Elektro-Samples und Indiegitarrenriffs gelang es dem Duo, ein musikalisches 10-Gänge-Menü zu kredenzen, von denen jeder einzelne anders klang. Die Singleauskopplungen “Kids” und “Time To Pretend” entwickelten sich zu exstatischen Tanzflächenfüllern, die die Hörerschaft zum Kochen brachten.

Myspace: www.myspace.com/mgmt


Texte: Katja Embacher

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